Drei Mal pro Woche kommen hier Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren zusammen. Kochen, machen Sport und Spiele, helfen sich gegenseitig bei Schulproblemen und der Ausbildungsplatzsuche und halten ganz nebenbei Haus und Garten in Ordnung. Jetzt öffnet sich der Jugendtreff einer neuen Zielgruppe: Vor kurzem haben die beiden Betreuer Julia Zimmermann und Michael Zeilbeck den Kids-Treff ins Leben gerufen. Der richtet sich an 10- bis 14-jährige und findet zunächst einmal im Monat statt.

 

„Am 16. Juni hatten wir den ersten Kids-Treff im Haus und es ist super gelaufen“, erzählt Zeilbeck. Auf Anhieb seien fünf Kinder gekommen. Für den nächsten Termin am 21. Juli hätten sich schon acht angemeldet. „Viel mehr als wir erwartet hatten“, freut sich Zeilbeck.

„Auch für diesen

Freitag haben wir uns schon was ausgedacht.“

 

Jugendtreff-Betreuer Michael Zeilbeck

 

Ihm wie auch seiner Kollegin ist es wichtig, Nachwuchs für den Jugendtreff zu gewinnen, ohne dabei die bisherigen Teilnehmer des Jugendtreffs zu vergraulen. „Klar ist das ein Spagat und macht es für uns als Betreuer auch ein bisschen anstrengender, aber ich glaube es lohnt sich“, sagt er schmunzelnd.

Dass der ein oder andere bisherige Besucher nicht nur begeistert von der neuen Gruppe ist, hält er für nur natürlich, aber das gehöre halt dazu. „Das passiert immer, wenn eine neue Generation in so einem Treff dazukommt. Aber das renkt sich mit der Zeit alles ein“, zeigt er sich zuversichtlich. Schließlich sei auch den Jugendlichen klar, dass Nachwuchs für einen Jugendtreff das A und O ist.

Das ist auch der Grund, warum sich die regelmäßigen Besucher des Treffs durchaus auch selbst im und für den Ort und auch für die Nachwuchsbetreuung einsetzten. Das wird zum Beispiel beim Ferienprogramm der Gemeinde deutlich: Der Jugendtreff organisiert in diesem Jahr eine Schnitzeljagd und auch eine Fahrt in den Klettergarten ist geplant.

„Vergangenes Jahr haben wir eine Kinderdisco gemacht, die auch gut ankam. Im Endeffekt waren die Kinder, die kamen, für den Jugendtreff aber zu jung, um hängenzubleiben.“ Das Alter 10 bis 14, das jetzt die Kernzielgruppe für den Kids-Treff und damit für den Nachwuchs des Jugendtreffs darstellt, hält er dagegen für ideal. „Da kann der ein oder andere, der Lust hat, auch schon ohne weiteres zu den normalen Jugendtreff-Zeiten kommen.“

Ein Problem sehe er da nicht. Einen gewissen Unterschied zwischen Kids-Treff und Jugendtreff gebe es natürlich trotzdem: „Die Großen machen einfach schon Vieles selbstständig. Bei den Kleineren müssen wir uns als Betreuer mehr einfallen lassen. Das letzte Mal hat die Kollegin mit ihnen Turnbeutel gestaltet und Muffins gebacken und auch für diesen Freitag haben wir uns schon was ausgedacht“, verspricht er und ergänzt: „Ich glaube, dass das langfristig eine super Sache für alle wird.“

Auf Langfristigkeit sind nämlich sowohl der Jugendtreff als auch der Kids-Treff angelegt. Zunächst einmal, später vielleicht auch zweimal im Monat wollen Zeilbeck und Zimmermann im Wechsel künftig den Kids-Treff anbieten. Die Zeiten des Jugendtreffs am Monat, Dienstag und Freitag bleiben unangetastet. „Wenn das alles klappt, regelt sich das Thema mit dem Nachwuchs für den Treff so von ganz alleine.“