Die 40-minütige Februarsitzung mit ihren neun Punkten auf der Tagesordnung war wiederum eine der kürzesten in jüngster Zeit - und zwar als Folge fehlender Debatten oder rhetorischen Geplänkels zwischen den drei Fraktionen. Bürgermeister Christian Tauer trug mit entsprechenden Vorschlägen dazu bei. Wie bei der Ablehnung des Antrags eines Ingolstädter Herstellers von Schildern auf Überschreitung der geltenden Baugrenze um 1,50 Meter für den Neubau einer Büro- und Verkaufsstätte an der Sudetenstraße. "Kein Beispiel geben", lautete die abgekürzte Begründung.

Eine 15:0-Zustimmung gab es dagegen für die Planänderung bei der Höhenfreimachung der sogenannten Weberkreuzung an der nördlichen Ortsgrenze zu Hepberg. Die lichte Weite der Brücke über die Staatsstraße 2335 soll von 24 auf 30 Meter vergrößert werden. Von Lenting werden 20 Quadratmeter Gemeindegrund gebraucht. Dies sei für eine verbesserte Verkehrssicherheit. Zudem werde die Brücke gefälliger, zitierte Tauer die amtliche Begründung.

Mit ihrem Antrag, die Straßenausbaubeiträge für Anlieger wie in benachbarten Orten auszusetzen, hängte sich die CSU-Fraktion an ein Vorgehen ihrer Landtagsfraktion. Die Gemeinde sei über diesen Vorgang noch nicht informiert worden, sagte der Bürgermeister. Man kam schließlich überein, keine Bescheide für Anlieger auszustellen, bevor über die Sache von staatlicher Seite entschieden worden sei.

Vergeben wurde der Auftrag Sanierung der Guttenbergerstraße mit Erneuerung der Wasserleitung an den billigsten von sechs Anbietern (392 000 Euro). Für die Photovoltaikanlage auf dem gemeindlichen Wasserwerk gab es nur einen Bewerber aus Ingolstadt. Er erhielt mit dem Angebot von 100 584 Euro den Zuschlag.

Für die Erneuerung der Straßenbeleuchtung im alten Ortskern gab es eine ganze Reihe von Gründen. 30 bis 50 Jahre in Betrieb, Technik und Leuchtmittel veraltet, Dichtungen defekt, Fundamente mangelhaft, die Anlagen in einem teilweise schlechten Zustand, so die Verwaltung. Eine Umrüstung sei nötig, bringe Einsparungen im Leistungsbereich wie auch bei den Stromkosten. Das aktuelle Angebot beispielsweise für Lampen, bildlich dargestellt, ging von Trilux-, Poller- und Glockenleuchten bis zu Langmatz Bavaria, von filigran bis rustikal. Die "sinnvolle Umrüstung" soll bei einem Preis von 850 Euro per Trilux erfolgen, beschloss der Gemeinderat einstimmig. Im Bereich der Straßen "um die Kirche herum" werden die neuen Straßenlampen installiert; ausgegangen wird in dem Zusammenhang von 84 Leuchten.

Zum Antrag der CSU-Fraktion zur Anpflanzung eines Nadelbaums im Eingangsbereich des Gemeindefriedhofs lag die Meinung eines einheimischen Experten für Garten- und Landschaftsbau vor. Franz Treffer schlug vor, keinen Nadelbaum zu pflanzen. Im Zeichen des Klimawandels werde es für Nadelbäume im öffentlichen Grün immer schwieriger, zu überleben. Ausführlich und schriftlich plädierte der Fachmann für einen Kugelahorn, auch wegen der Gesamtoptik mit dem gleichen Baum im Südosten der Anlage. Der Rat kam im Gemeinderat an. Statt der Tanne das Jahr über und im Dezember dann als Weihnachtsbaum soll es ein Kugelahorn sein. Gerechnet wird mit Kosten um die 900 Euro.