Langenbruck: "Ihr seid die Macher von morgen"
Foto: Verena Vogl
Langenbruck

Der Obermeister der Innung für Spengler-, Sanitär- und Heizungstechnik, Adolf Engel aus Manching, blickte zunächst auf 30 Jahre Tschernobyl und fünf Jahre Fukushima zurück. Er nahm die Energiewende zum Anlass, um die Junghandwerker der SHK-Branche als "Macher der Energiewende" zu bezeichnen. Diese bauen unter anderem Holz-, Hackschnitzel- und Pelletsheizungen, Biogasanlagen oder Solar- und Fotovoltaik-Anlagen. Und er fügte hinzu: "Keiner in Europa hat so eine fundierte Ausbildung wie Ihr. Ohne Euch haben wir keine Energie, kein Wasser im Haus, ohne Euch läuft nichts. Ihr seid die Macher von morgen."

Glückwünsche und Grußworte gab es auch von Landrat Martin Wolf. "Sie werden wahnsinnig gebraucht", sagte Wolf zu den Junghandwerkern und fügte an, dass eine reine akademische Ausrichtung ohne praktische Erfahrung heutzutage keine Chance mehr habe. "Sie alle haben bewiesen, dass Sie Lernen und Arbeiten zusammenbringen", lobte der Landrat die Junggesellen. Wolf blickte auf seine kürzlich stattgefundene China-Reise zurück und meinte, dass das hiesige duale System weltweit angesehen sei. "Sie brauchen vor internationaler Konkurrenz keine Angst zu haben", wandte er sich an die aufmerksamen Junghandwerker.

Den Höhepunkt für die jungen Leute war die darauf folgende Freisprechung durch Kreishandwerksmeister Karl Spindler. Er bat die Junghandwerker, sich von ihren Plätzen zu erheben und sprach sie mit folgenden Worten frei: "Ich entbinde Sie von den Verpflichtungen der Ausbildungszeit und ernenne Sie zu Gesellen. Gott schütze das ehrbare Handwerk."

Anschließend folgte die Überreichung der Gesellenbriefe. Innungsbester Anlagenmechaniker für Versorgungstechnik war Kevin Huber aus Oberstimm. Er war zusammen mit seinem Chef Georg Bergsteiner und seinem Ausbilder Andreas Münzhuber gekommen. Zur Feierstunde hatte die Volksmusikgruppe "D'Hockableiba" aus dem Raum Ingolstadt zünftig aufgespielt, anschließend gab es noch ein Weißwurstessen.