Auch die Ortsteile wollen schnelles Internet
Langenbruck/Hög/Winden (rsb) Nachdem der Marktgemeinderat Reichertshofen in seiner jüngsten Sitzung dem Vorentwurf für das geplante Gewerbegebiet Ronnweg II zustimmt hat, stand dies auch im Mittelpunkt des Interesses der Bürgerversammlungen in den Ortsteilen Langenbruck, Hög und Winden.
Nach Aussage von Bürgermeister Michael Franken (JWU) bestehe bereits eine starke Nachfrage. Die entsprechenden Unterlagen werden ab Montag im Rathaus vier Wochen ausgelegt. Darüber hinaus wurde für Montag, 13. Februar, um 17 Uhr in Rathaus, ein öffentlicher Erörterungstermin anberaumt.
Bevölkerung einbinden
In der Bürgerversammlung in Langenbruck bemängelte Max Reichart, dass es sinnvoll gewesen wäre, die Bevölkerung vor der Entscheidung des Gemeinderats mit einzubinden und nicht erst, wenn dieser bereits abgestimmt habe. Laut Franken werde die Fläche als allgemeines Gewerbegebiet ausgewiesen, wo die Gemeinde keinen Einfluss auf die Art und Größe der Nutzung habe.
Die Abwasserbeseitigung inklusive der Kläranlage sei mit derzeit mit rund 2500 Einwohnergleichwerten ausgelastet und auf maximal 3500 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Trotz der Anbindung des neuen Gewerbegebietes Ronnweg II sei da noch „viel Platz nach oben“. Zuversichtlich ist Franken, was die schnelle Internetverbindung für die Ortsteile Stöffl und St. Kastl anbelangt. . Einen Termin könne er jedoch nicht nennen. Die Gemeinde will sich außerdem noch einmal mit dem Erlass eines Parkverbotes in der Höfenstraße befassen, wie dieser bereits in den Bürgerversammlungen 2009 und 2010 gefordert wurde, sowie mit der Parksituation in der Ortsverbindungsstraße nach St. Kastl. Herbert Wendl bemängelte beim Ausbau der Kinderspielplätze im Baugebiet Langenbruck-Ost, dass hier noch immer die Spielgeräte fehlten.
Im Ortsteil Hög nutzten über dreißig Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich über die Entwicklung der Gemeinde zu informieren und ihre Anliegen dem Gemeindeoberhaupt persönlich zu unterbreiten. Als völlig unbefriedigend bezeichneten einige Bürger die Busverbindung „in die Stadt“ und forderten eine Erweiterung der Linie 18 in die Ortsteile Ronnweg und Hög. Laut Fanken ist dies mit erheblichen Kosten für die Gemeinde verbunden.
Lob für Eigeninitiative
Lob sprach Franken den Högern für ihre Eigeninitiative aus, weil sie mit Unterstützung der Ortsvereine eine Natureisfläche schufen. Durch den Erwerb eines Grundstückes könne der Friedhof Hög erweitert werden, was dringend nötig sei. Langfristig will sich der Gemeinderat auch Gedanken über den Kauf eines neuen Feuerlöschfahrzeuges für Hög machen.
Einige Fragen der Bürger betrafen die Abrechnung der Kosten für die Kanalsanierung. Nach Aussage des Bürgermeisters werde diese vier Jahre lang über Gebühren abgerechnet. Bei einer Sanierung mit langer Haltbarkeit bestünden verschiedene Möglichleiten, jedoch werde darüber erst nach Abschluss der Gesamtmaßnahme entschieden. Bei der Kläranlage Ronnweg, deren Genehmigung ablaufe, sieht die Gemeinde zunächst einen Anschluss an die Abwasserbeseitigung Hög als die vernünftigste Lösung an.
Ein weiteres Thema war ein DSL-Anschluss für die Reichertshofener Ortsteile Hög, Ronnweg und Dörfl. Dazu hieß es, dass von Seiten des Anbieters (Telecom) die Maßnahme abgeschlossen sei, es jedoch mit der Inbetriebnahme noch geraume Zeit dauern werde.
Den Abschluss der Bürgerversammlungen in den Ortsteilen am Aign bildete die in Winden, wo die Zahl der Teilnehmer erneut zurückgegangen ist und sich 23 Bürgerinnen und Bürger über das Geschehen in der Gemeinde informierten. Für Bürgermeister Michael Franken ein Zeichen dafür, dass die Bürger mit der Entwicklung des Marktes zufrieden sind. Folglich erübrigte sich eine Diskussion, da keine Anfragen vorgebracht wurden.
Von Sepp Rothe
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