Kösching: Auf dem Trockenen
Das Schwimmerbecken des Köschinger Freibads, an dem auch die Sprungtürme stehen, ist derzeit wegen Reparaturarbeiten gesperrt. In einigen Wochen steht es wieder zur Verfügung. - Foto: Hauser
Kösching

Wie Bürgermeisterin Andrea Ernhofer gestern auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, dauerte es "noch mindestens zwei Wochen, bis das Sportbecken zur Verfügung steht". Der Grund dafür sei, dass ein neues Gerät für die Elektrotechnik noch nicht geliefert worden sei. Die Rathauschefin versicherte, dass die Marktgemeinde wegen der begrenzten Nutzung "alle verkauften Saisonkarten bis Ende Juni zurücknimmt und den kompletten Preis zurückerstattet". Die Eintrittspreise für einen Tag werden allerdings nicht gesenkt.

Wie berichtet, kann wegen Reparaturarbeiten nur das Nichtschwimmerbecken genutzt werden. Ende Mai wurde laut Ernhofer ein Defekt in der Elektrotechnik entdeckt, sodass "der Wasserkreislauf im Schwimmerbecken nicht mehr funktioniert". Ein neuer Schaltschrank - das alte Gerät war nach 31 Jahren kaputtgegangen - sei dann Anfang Juni bestellt worden. "Der Schaltschrank wird derzeit noch speziell für das Köschinger Freibad geplant", sagte die Bürgermeisterin gestern und fügte an: "Wenn wir das rund 15 000 Euro teure Gerät haben, wird es innerhalb von zwei bis drei Tagen eingebaut. Dann brauchen wir noch einmal drei bis vier Tage, bis das Becken wieder mit Wasser befüllt ist."

Dass Schwimmer im "Aquasun" derzeit nicht auf ihre Kosten kommen, ärgert nicht nur die Rathauschefin, sondern auch manche Facebook-Nutzer. Eine Ingolstädterin schreibt: "Derzeit ist das große Schwimmerbecken komplett gesperrt, es gibt aber keinen Nachlass bei den Eintrittspreisen." Bürgermeisterin Ernhofer begründet das damit, dass die Preise "eh schon niedrig und bei Weitem nicht kostendeckend sind". So zahlen Erwachsene drei Euro (ermäßigt 2,50 Euro), Kinder und Jugendliche zwei Euro.

Ernhofer zufolge sind im Rathaus "vereinzelt Klagen von Badegästen eingegangen, die sich über die Sperrung des Schwimmerbeckens aufgeregt haben. Als wir ihnen dann den Grund dafür gesagt haben, reagierten die meisten verständnisvoll". Die Rathauschefin räumt unumwunden ein, dass die gesamte Technik des Freibads veraltet sei. Es müsse so schnell wie möglich erneuert werden.

Die finanziellen Einbußen durch die eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten seien tragbar, betont Ernhofer.