Ingolstadt: Laut am Park
Alles im blauen Bereich: Bei der Premiere von „Dance am Park“ lief in der Nacht zum Sonntag noch nicht alles rund. Zu vielen begeisterten Besuchern gesellten sich auch einige wenige Anwohner, die sich durch die Lautstärke so gestört fühlten, dass sie sich beschwerten - Foto: Rössle
Ingolstadt
Johann Lieb redet nicht lange drum herum: „Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugemacht“, sagt der Rothenturmer, der seinem Ärger bei der Stadtverwaltung Luft gemacht hat. „Wie kann die so etwas genehmigen“ Wie Lieb haben sich auch andere gestern gemeldet oder noch in der Nacht zum Sonntag bei der Polizei angerufen. „Es war im einstelligen Bereich“, berichtet Stadtsprecher Gerd Treffer. „Wir haben 15 Beschwerdeführer“, verkündete Wieland Radlmair von der Polizeiinspektion. „Wir gehen aber natürlich jedem Hinweis nach“, ergänzt jeder Behördensprecher unabhängig voneinander.

Die Polizei war in der Nacht auch am Festivalgelände zwischen Bruhn- und Eriagstraße gewesen. „Wir haben Messungen durchgeführt“, sagt Radlmair. „Wir haben aber keine Überschreitungen der Dezibelzahl festgestellt.“ Alles sei im Rahmen der städtischen Genehmigung gewesen.

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Veranstalter Daniel Melegi berichtet, dass ihm die Polizei aber auftrug, zehn Prozent leiser zu drehen. „Das haben wir natürlich gleich gemacht. Wir hatten ja vorher keine Erfahrungswerte, wie laut es wird. Aber es war klar, dass es kein leises Festival wird.“ Melegi drehte noch ein paar Runden im Gewerbegebiet Südost, um sich selbst ein Bild im Umfeld zu machen. Sein Fazit nach: „Wir wollen nächstes Jahr die Boxen auch so positionieren, dass es optimal ist. Wir wollen ja niemanden stören.“

Grundsätzlich ist der Veranstalter aber zufrieden mit der Premiere des Festivals mit vielen begeisterten Gästen, auch wenn ihn das verlorene Finale des FC Bayern sicher einige Besucher kostete. Eine Neuauflage von „Dance am Park“ ist geplant: „Aber vielleicht etwas kleiner, sicherlich nicht größer.“

Dann aber auch mit einer überarbeiteten Genehmigung von der Stadtverwaltung. „Wir werden die Lehren ziehen“, sagt Sprecher Treffer. Er könnte sich vorstellen, dass die Lautsprecher technisch abgeriegelt werden.