Ingolstadt: Es geht wieder los
So sah es beim ersten Heimspiel im August aus, als der FC Ingolstadt in das Abenteuer Bundesliga-Fußball startete. Am Samstag beginnt die Rückrunde mit dem Gastspiel von Mainz im Sportpark. Das Spielfeld wird auf alle Fälle dank der Rasenheizung schneefrei sein, heißt es beim FCI. Auch die Zuschauer können sich wegen der Sonneneinstrahlung ziemlich sicher auf freie Tribünen freuen. - Foto: Schalles
Ingolstadt

Verkehr


Seit die Kreuzung an der Ecke Manchinger Straße/ Eriagstraße (bei der Flüchtlingsunterkunft) ausgebaut ist, entspannt sich die Abreise nach dem Spiel deutlich, berichtet die FC-Führungsmannschaft. Dort sind jetzt zwei Links- und zwei Rechtsabbiegespuren vorhanden. "Das trägt erheblich zu einem besseren Abfluss des Verkehrs bei", sagt FC-Geschäftsführer Franz Spitzauer im DK-Gespräch. Die Anreise ist, wenn man früh genug kommt, vergleichsweise unproblematisch. Allerdings ist das für Spitzauer nur eine Momentaufnahme und auch in der Zukunft dringend weiterer Handlungsbedarf (von der Stadt Ingolstadt) geboten. "Es funktioniert jetzt, aber an Spieltagen sind wir am Anschlag. Das ist das Maximale, was die Infrastruktur verträgt." Spitzauer freut, dass immer mehr Fans den Bus zum Stadion nutzen. Die kostenlose Fahrt ist im Ticketpreis ja enthalten. Bisher reichen auch die neuen Parkplätze (P4) auf dem früheren Bayernoil-Gelände. Die Anlage war bisher maximal zu rund 80 Prozent belegt. Doch bisher hatte der FC auch oft Glück mit dem Wetter bei den Heimspielen. Viele Besucher kamen auch im Herbst mit dem Rad.

 

Kontrollen


Auch in der Rückrunde wird der FCI die verstärkten Sicherheitskontrollen beim Einlass weiterführen, die nach den Anschlägen von Paris eingeführt worden waren. "Das Stadion ist sicher!", gibt Spitzauer als Botschaft aus. Das werde "weitergefahren". Man habe auch sehr positive Reaktionen auf die Maßnahme bekommen. Die ist aber bekanntlich zeitintensiv. Deshalb empfiehlt es sich, entsprechend früh am Stadion zu sein.

 

VIP-Lounge


Am Rande des Mainz-Spiels wird es einen kleinen Festakt geben. Denn aus dem Stiftl-Glaszelt neben dem Hauptgebäude, in dem bisher Besucher mit Karten für die Kategorie "VIP light" verköstigt wurden, wird jetzt die McCafé-Lounge. Der FCI hat die Schnell-Restaurant-Kette als Partner gewonnen, die dort alle ihre Kaffee-Produkte und Süßwaren anbietet. Der Stiftl-Wirt fährt außerdem dasselbe Catering wie im großen (und ausverkauften) Businessbereich im Stadionhauptgebäude auf. "In der Form gibt es das in einem Bundesliga-Stadion noch nicht", sagt Spitzauer über die Lounge, die 370 Plätze (und natürlich auch auf der Tribüne im Block B des Stadions) bietet. "Für die Kunden ist das eine große Aufwertung", sagt Thomas Nellen, der beim FCI für das Sponsoring zuständig ist. Der Preis der Tickets sei gleich geblieben. Und das Wörtchen "light" verschwindet aus dem Stadionumfeld.

 

Tickets


Seit dem Aufstieg in die Bundesliga hat der FCI die Kartenhändler im Visier, die Tickets zu den ausverkauften Heimspielen vornehmlich in Internetbörsen anbieten. Meist völlig überteuert. "Wir wollen den ungeregelten Zweitmarkt nicht und gehen rigoros dagegen vor", sagt Spitzauer. Der FCI hat (wie andere Bundesligisten) eine spezialisierte Anwaltskanzlei beauftragt, die den Markt im Auge behält und bei Verstößen abmahnt. Seit dem Sommer seien schon 27 Fälle auftaucht, berichtet Spitzauer. Um dem illegalen Handel mit Tickets weiter einzudämmen, baut der FCI gerade mit SAP eine eigene Onlineplattform auf. Dort können auch Dauerkarten-Inhaber ihre Plätze ganz offiziell anbieten, sollten sie bei einem Spiel verhindert sein. "Bis zum Start der neuen Saison soll das auf alle Fälle laufen", sagt Spitzauer.