Das Besondere an dem 25-Millionen-Euro-Projekt: Die Immobiliengesellschaft VIB Vermögen AG und die städtische Tochtergesellschaft IFG haben es gemeinsam verwirklicht. Dazu gründeten sie voriges Jahr die Gesellschaft ISG Gewerbeimmobilien, an der die VIB mit 75 und die IFG mit 25 Prozent beteiligt sind. Das Vorhaben löste Diskussionen im IFG-Beirat aus: „Werden wir demnächst auch für den Media-Markt bauen“, merkte Grünen-Stadträtin Petra Kleine kritisch an und stimmte gegen das Projekt. OB Alfred Lehmann hingegen verteidigte es, denn es diene der „Stärkung des Wirtschaftsstandorts“ und sei „nichts Verbotenes“. Schon häufiger habe die Stadt Gesellschaften mit Privatfirmen gegründet.
 
„Wir bringen de facto nur das Grundstück ein“, sagte der Rathauschef zu dem Projekt an der Ringlerstraße, das durch die Mieteinnahmen von den Zulieferern finanziert werden soll. Auf der 9500 Quadratmeter großen Fläche stand einst ein Schulhaus, das abgerissen wurde. Das neue fünfstöckige Gebäude verfügt über eine Gesamtfläche von etwa 21 300 Quadratmetern. Mieter wird nach Auskunft von VIB das Unternehmen Anylink Systems für Conti Temic microelectronics sein, eine Tochtergesellschaft des Automobilzulieferers Continental AG. In den Räumen entstehen Büros und Flächen für Entwicklung, Produktion und Vertrieb. Vor allem handelt es sich um Fahrersassistenzsysteme auf der Basis von Radar- und Kameratechnologie.