Am Wochenende ist Kondition gefragt
Ingolstadt (don/str) Durchhaltevermögen braucht, wer am Wochenende die zahlreichen und vor allem umfangreichen Veranstaltungen besuchen will: Ab 11 Uhr lockt die Septemberdult. Acht Museen und zwei Galerien erwarten am Abend ihre Gäste zur Nacht der Museen. Und am Sonntag ist eine Vielzahl von Denkmälern geöffnet, die den Rest des Jahres für Besucher verschlossen bleiben.

Die vierten Ingolstädter Designgespräche werden am heutigen Freitag um 19 Uhr in der ehemaligen Ganghoferschen Buchhandlung eröffnet. Die Ausstellung läuft bis 19. September und ist täglich von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Bei der Nacht der Museen stehen die jungen Designer für Gespräche zur Verfügung. - Foto: Rössle
"Ab 22.30 Uhr findet die Modenschau von Bonk Mode statt", erzählt Tobias Hoffmann, Leiter des Museums für Konkrete Kunst (MKK). "Das ist wieder das Highlight unserer Museumsnacht." Im Anschluss machen der Museumsleiter selbst und Simon Templer, langjähriger Ausstellungsmacher im MKK, der Konkreten Kunst eine Liebeserklärung. "Simon Templer kennt viele Marotten der Künstler. Das gibt bestimmt einen spannenden Blick auf die Kunst", so Hoffmann. Um das Thema Pro-dukt-, Licht- und Modedesign drehen sich die Ingolstädter Designgespräche in der ehemaligen Ganghoferschen Buchhandlung an der Donaustraße. Die Designer stehen von 19 Uhr bis Mitternacht für Gespräche bereit.
Zur Nacht der Globuli wird der Abend im Medizinhistorischen Museum. Um 20, 22 und 24 Uhr finden Führungen durch die aktuelle Ausstellung Organon – 200 Jahre Homöopathie" statt. Höhepunkte sind die Auftritte des Schauspielers Andreas Jung um 19, 21 und 23 Uhr. "Der spielt den Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann, im Dialog mit seinem berühmtesten Patienten Klockenbring. Es wird ein wilder, etwas verrückter Abend", verspricht Leiterin Marion Ruisinger.
Übersicht Tag des offenen Denkmals
Im Stadtmuseum erwartet die Zuschauer ein Streifzug durch die Jahrhunderte, von den Römern über die Renaissance bis in die Gegenwart. Ein besonderer Hingucker wird eine Modenschau zur Kulturgeschichte der Unterwäsche. Um 20.30 und 22.30 Uhr zeigen Models Dessous von einst bis heute. Den Ausklang findet die Nacht der Museen im Bauerngerätemuseum in Hundszell mit einem Jazzfrühschoppen ab 11 Uhr.
Pendelbusse
Im Museum mobile von Audi startet die Nacht der Museen um 17 Uhr mit dem ersten Kinderprogramm. Im Mittelpunkt steht die Welt der Farben und Lackierungen in der neuen Sonderausstellung "Farbverlauf". Alle übrigen Häuser klinken sich um 18 Uhr ein. Abends und die ganze Nacht pendeln Busse aus den 50er und 60er Jahren im 15-Minuten-Takt zwischen den Museen, die Mitfahrt ist kostenlos. Die Eintrittskarte für die Nacht der Museen, die für alle Häuser gilt, ist für 6,50 Euro an allen Museumskassen, im Kulturamt der Stadt und bei den Geschäftsstellen des DONAUKURIER erhältlich. Detaillierte Informationen über das Programm gibt es im Internet unter www.ingolstadt.de/nachtdermuseen.
Sehr lange ausschlafen kann nicht, wer am Sonntag, 12. September, die offenen Denkmäler besuchen möchte, denn bei den meisten geht’s schon um 10 Uhr los. Unter dem Motto "Kultur in Bewegung – Reisen, Handel und Verkehr" geben sie Einblicke in die Geschichte Ingolstadts. Kirchen, Stadttore, Privathäuser, eine ehemalige Fabrik und sogar die historische Dampflok beim Hauptbahnhof sind Anlaufstellen.
Kommentare
Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden und mitmachen!















