Ingolstadt: Auf dem Sprung
Die Skaterszene in Ingolstadt ist jung und wächst stetig. Für sie und alle anderen Trendsportler ist die neue kombinierte Halle in der Nähe des Hauptbahnhofs gedacht. - Foto: Strisch
Ingolstadt
Die Weichen sind gestellt: Das passt als Bezeichnung ganz gut, denn immerhin soll das neue Trendsportzentrum am Ingolstädter Hauptbahnhof und dazu in alten Lagerhallen der Bahn errichtet werden. Wie die Delegierten aus den Jugendorganisationen in Ingolstadt jetzt bei der Herbstvollversammlung genehmigten, wird der Stadtjugendring der Träger der Einrichtung sein.

Für alle ist das eine Gewinnsituation: Die städtische Tochter IFG kann ihr Parkhaus am Bahnhof erweitern. Das Ohrakel, das deshalb weg muss, teilt sich dafür in Zukunft ein paar Meter weiter an der Elisabethstraße mit dem Trendsportzentrum die große graue Betonhalle und kann Synergieeffekte nutzen. Und in die restlichen alten Lagerräume kommen Bandprobenräume und anderes. Soweit der Plan, denn eine politische Entscheidung über die Kosten steht noch aus. Doch die Zeit drängt, will das Kulturamt den selbst gesetzten Zeitplan erfüllen. Kulturreferent Gabriel Engert kündigte beim SJR an: Im Spätherbst 2011 soll eröffnet werden.

"Das ist wirklich ein Meilenstein", frohlockte SJR-Geschäftsführer Stefan Moser. Denn die Jugendvertretung bemüht sich bereits seit über 15 Jahren um eine vergleichbare Einrichtung für alle Trendsportler. In dem Hallenteil für die Sportler sollen BMX-Leute, Skater, Boulder-Kletterer oder Slackliner überwintern. Alles unter Aufsicht der SJR-Mitarbeiter, die im Sommer dann das Spielmobil betreiben, das ab nächstem Jahr auch beim Jugendring angesiedelt wird. Bisher war es beim Jugendamt.

Als der Beschluss unter Dach und Fach war, ging beim SJR die Personalplanung gleich los. In der vorliegenden Wochenendausgabe ging die Stellenausschreibung für zwei hauptamtliche Spielmobilmitarbeiter raus.

Ihr Winterreich wird gar nicht besonders groß: gerade 400 Quadratmeter. 13 Jugendliche aus unterschiedlichen Sportarbeiten arbeiten zusammen, um die Einrichtung zu planen. Sie sprechen auch bei den Eintrittskosten mit.

"Also ich prophezeie mal, dass die Halle in wenigen Monaten völlig überfüllt sein wird", sagt Moser. Die Skepsis ist bei den SJR-Verantwortlichen aber durchaus noch groß. Moser sagt mit einem Lächeln: "Wenn die Halle eröffnet werden sollte, dann werde ich mich an dem Tag erst einmal kneifen, ob das alles auch wahr ist."