Bollywood im Fasching
Ingolstadt (DK) Mit dem Krönungsball der Narrwalla im nicht ganz gefüllten Festsaal hat die heiße Phase des Faschings begonnen. Besonders die Garden überzeugten heuer mit Präzision und hinreißend choreographierten Auftritten.

Am Stoff gespart hat die Narrwalla bei den Kostümen des Prinzenpaars Albert und Nicole sowie bei der Garde. Die Tanzgruppe der Ingolstädter Faschingsgesellschaft legte beim Krönungsball im Festsaal einen überzeugenden Auftritt hin, der keinen Vergleich scheuen muss. - Fotos: Strisch
Aufmerksam verfolgt wurde das Geschehen von Alfred Lehmann, der ja quasi schon von Amts wegen zur Teilnahme wegen verpflichtet ist, und seiner Frau. Wie schon im Vorjahr saßen am Tisch des OB sein Referent Christian Lösel, der Bundestagsabgeordnete Reinhard Brandl, CSU-Fraktionsvorsitzender Joachim Genosko, General Wolfgang Krippel sowie IFG-Geschäftsführer Werner Richler, allesamt natürlich mit Begleitung. Bürgermeister Sepp Mißlbeck (FW) hatte sich in sicherer Entfernung am Tisch der SPD-Stadträte Klaus Mittermaier und Manfred Schuhmann platziert. Und zwischendrin jede Menge Narrwalla-Mitglieder und Faschingsfreunde wie beispielsweise Gerhard Großhauser und seine Frau. „Wir gehen jedes Jahr auf den Krönungsball“, erzählte das Paar aus Buxheim, das zu den eifrigen Tänzern gehört: „Wir bleiben bis zum Schluss und nehmen uns dann die Blumen mit.“
Bis es allerdings so weit war, spielte das Tanz- und Salonorchester von Helmut Erben (ein Meister der ausdauernden Conférence im Stil der 50er Jahre) einen Strauß bunter Melodien – vorausgesetzt, Sänger John war auf der BühneEine erste Überraschung boten das Kinderprinzenpaar und die Kindergarde, die für ihr Alter wirklich einen ausnehmend guten Auftritt hinlegten und viel Beifall bekamen. Moderiert vom Kinder-Hofmarschallpaar Celina und Maximilian, ging OB Lehmann vor dem Kinderprinzenpaar Anton I. und Magdalena I. auf die Knie, um seinen Faschingsorden zu empfangen. Einen weiteren gab es für Trainerin Stefanie Pritschet.
Die zweite Überraschung bot die Garde der Narrwalla. Personell gestärkt, hat sich das bisweilen etwas strenge Training von Thomas Reichert absolut bezahlt gemacht. Die Mädchen überzeugten durch Begeisterung, Präzision und eine gelungene Choreographie und erhielten zu Recht langanhaltenden Beifall. Mit dieser Leistung braucht die Garde der Narrwalla keinen Vergleich zu scheuen, wie der spätere Auftritt der Gastgarde zeigte. Doch auch die Herren der Ingolstädter Faschingsgesellschaft legten sich mächtig ins Zeug.
Natürlich waren anschließend alle Augen auf das Prinzenpaar gerichtet, das bei seinem Walzer verständlicherweise leichte Anzeichen von Nervosität zeigte. Doch Albert I. und Nicole II. meisterten auch diese Aufgabe und machten sich viele Freunde im Saal, als sie für die Zeit ihrer kurzen Regentschaft eine Ortsumgehung für Unsernherrn und 100 Euro monatlich für jeden Ingolstädter versprachen. Kommentar des OB zum Prinzenpaar: „Das ist ein bisschen wie in der Stadt. Der eine ist der Großzügige, der andere ist der Albert“, sagte Lehmann unter Anspielung auf den (nicht anwesenden) Finanzbürgermeister Albert Wittmann.
Von Bernhard Pehl
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