Ingolstadt: "Wir müssen zusammenhalten!"
Ein Geschenkkorb und viele lobende Worte: Die Genossen ließen Achim Werner (M.) gestern Abend im SPD-Haus hochleben. - Foto: Eberl
Ingolstadt

Der Vater, schwer kriegsversehrt, hatte oft keinen Job; er starb früh. Werners Mutter arbeitete hart als Putzfrau und in einer Metzgerei; das Geld war immer knapp. Für den sozialen Aufstieg blieb also viel Raum. Werner schaffte das Abitur und dann die Aufnahme an der renommierten Journalistenschule in München. Nach seinem Abschluss hatte er mehrere Angebote. Er entschied sich für eine Stelle als Rathausreporter beim DK. So kam Werner 1978 nach Ingolstadt. Und blieb.

Hier startete er seine politische Karriere. "Er hatte gar keine andere Wahl, als zur SPD zu gehen", sagte Manfred Schuhmann gestern Abend bei einem Empfang in seiner von großer Sympathie und Wertschätzung getragenen Geburtstagslaudatio für den Genossen Werner.

Der gehörte von 1998 bis 2013 dem Bayerischen Landtag an. "Seine Politik war immer an den Interessen der Bürger ausgerichtet", betonte Schuhmann. Auch der Ingolstädter SPD-Chef Christian De Lapuente würdigte Werner, den Vorsitzenden der Stadtratsfraktion: "Die Zeiten waren oft schwer für die SPD, aber du hast deinen Humor und deine Kraft nie verloren. Nur so kann man Jüngere mitreißen!"

Der so Geehrte will auch mit 65 nicht nachlassen. Ein großes Ziel hat er noch: "2020 soll die SPD endlich zu den Fraktionen gehören, die mitregieren." Und deshalb laute die Devise: "Wir müssen zusammenhalten!"