Mittwoch, 30.05.2012 |

 

28.12.2011 20:03 Uhr | 569x gelesen
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Von Fall zu Fall


Bild: Von Fall zu Fall. Ingolstadt Ingolstadt (DK) Wie viel bekommt das Klinikum für das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks, wie viel für eine Blinddarmoperation? Kostet das hier mehr als in der Maulklinik? Und: Wer legt diese Kosten überhaupt fest? Fragen über Fragen. Wir geben Antworten.

Ingolstadt (DK) Wie viel bekommt das Klinikum für das Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks, wie viel für eine Blinddarmoperation? Kostet das hier mehr als in der Maulklinik? Und: Wer legt diese Kosten überhaupt fest? Fragen über Fragen. Wir geben Antworten.


Geldscheine
Das künstliche Hüftgelenk ist mit über 10 500 Euro von den von uns angefragten Eingriffen am teuersten. Die Blinddarmoperation dagegen fast ein Schnäppchen. Sie kostet keine 2350 Euro. Seit dem Jahr 2009 sind die Entgelte für die jeweiligen medizinischen Leistungen im Klinikum, in der Maulklinik, im Köschinger Krankenhaus oder im Klinikum Großhadern gleich. Denn seitdem ist das Abrechnungssystem der Krankenhäuser landesweit einheitlich. Früher hatte jedes Haus einen eigenen Berechnungsschlüssel.

Der wichtigste Fachbegriff für die Berechnung der Kosten klingt etwas sperrig: landesweiter Basisfallwert – eine Summe, die jedes Jahr neu vereinbart wird. Sie reflektiert den Preis für eine Krankenhausbehandlung mit durchschnittlichem Aufwand. Vor wenigen Tagen wurde der Basisfallwert von der bayerischen Krankenhausgesellschaft, der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern und dem Verband der privaten Krankenversicherung nach zähen Verhandlungen für das Jahr 2012 festgelegt. Er liegt für die rund 360 Krankenhäuser im Freistaat bei 3036,02 Euro – gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung von 1,79 Prozent.

Ob Operation, Knochenbruch oder Schlaganfall: Jede Behandlung, die im Krankenhaus an einem Patienten erbracht wird, hat einen Code, ein DRG. Dahinter verbirgt sich ein Punktwert, der je nach Komplikation und Nebenerkrankungen sehr unterschiedlich sein kann. Multipliziert mit dem Basisfallwert errechnet sich auf diese Weise der Preis.

Insgesamt 35 580 DRG-Fälle sind im aktuellen Bericht für das ablaufende Jahr 2011 des Ingolstädter Klinikums verzeichnet. Dem Krankenhaus bringt das einen Erlös von 120 Millionen Euro.

 


Von Ruth Stückle

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