Um denselben Prozentsatz stieg auch die Zahl der Erwerbstätigen mit Berufsausbildung, während die derjenigen ohne Berufsausbildung in diesen sechs Jahren nahezu gleich blieb (11.000).

Wie Kraus gestern weiter sagte, hat sich die Zahl der Erwerbstätigen mit Hochschulabschluss (21.000) in diesem Zeitraum verdoppelt. Laut Kraus ergeben sich diese Daten zum Teil auch aus der Revision der Statistik durch die Bundesagentur für Arbeit und durch die Anerkennung von Berufsschulabschlüssen. "Treibende Kraft ist aber vor allem die Nachfrage nach hoch qualifizierten Arbeitskräften", so Kraus. Auch die Ingolstädter Hochschulen spielen dabei als Arbeitgeber eine Rolle.

Die Zahl der ausländischen Beschäftigten ist in den besagten sechs Jahren sogar um 122 Prozent auf fast 13.000 Menschen gestiegen. Prozentual war die Zunahme auf Männer und Frauen gleich verteilt, während die Männer im Juni 2016 allerdings fast zwei Drittel der Beschäftigten stellten. Gut 80 Prozent der Beschäftigten arbeiten Vollzeit, mehr als die Hälfte im produzierenden Gewerbe.

Im Gegensatz zum Arbeitsort Ingolstadt (also Menschen, die in der Stadt arbeiten, aber nicht unbedingt in der Schanz leben), steht die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die in Ingolstadt wohnen, aber nicht unbedingt hier arbeiten. Jedoch zeichnete sich hier laut Kraus eine ähnliche Entwicklung ab. Fast 60.000 Ingolstädter waren im Juni 2016 als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gemeldet und damit rund 26 Prozent mehr als noch zur Jahresmitte 2010. Aus der Differenz des Wertes für den Arbeitsort Ingolstadt (103.700) mit der Wohnortzahl ergibt sich der sogenannte Pendlersaldo. Rund 44.000 Beschäftigte aus den drei Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen und Eichstätt sowie noch darüber hinaus fahren demnach nach Ingolstadt zum Arbeiten.