Und die lautet: Mit fair gehandelten Produkten kann jeder Einzelne einen nachhaltigen Beitrag zum Umweltschutz und zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Entwicklungsländern leisten. Fairtrade garantiert Plantagenarbeitern und klein strukturierten Bauern, die sich in Kooperativen organisieren, faire Mindestlöhne und unterstützt zugleich die Produzenten dabei, eigenverantwortlich und aus eigener Kraft Verbesserungen und Entwicklungen für eine bessere Zukunft umzusetzen. Dank arbeitsrechtlicher Mindeststandards sowie dem Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und Zwangsarbeit wird Kindern der Schulbesuch und Frauen eine emanzipierte Lebensgestaltung ermöglicht.

Die Schülerinnen und Schüler des Apian-Gymnasiums lernen, dieses Wissen an ihre Mitschüler weiterzugeben, wobei viele Fächer darin eingebunden sind: Religionslehre, Geografie, Ethik, Englisch, Deutsch und andere. Darüber hinaus soll den Schülern die Möglichkeit gegeben werden, faire Produkte zu konsumieren und an Aktionen teilzunehmen, die für diese Anliegen sensibilisieren.

Nach einer zweijährigen Bewerbungsphase hat das Apian- nun alle Kriterien erfüllt, um zur weltweiten Gemeinschaft der Fairtrade-Schools zu gehören. Kurz vor den Weihnachtsferien war die feierliche Verleihung, die Astrid Amler von der Organisation Fairtrade-School vornahm. Diese Auszeichnung verleiht der Verein Transfair. Im Rahmen der Initiative "Fairtrade-School" wird den Schülern die Möglichkeit geboten, sich aktiv für eine bessere Welt einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Schulleiter Karl-Heinz Haak lobte in seiner Rede das Engagement der Schülerinnen sowie der sie betreuenden Lehrkräfte, Birgit Pfaller und Sebastian Eichinger. Haak betonte die Wichtigkeit von fairen Arbeitsbedingungen in der heutigen Zeit. Astrid Amler schloss sich Haaks Gedanken an. Auch sie betonte die Wichtigkeit und Dringlichkeit, sich heutzutage für fairen Lohn und faire Arbeitsbedingungen einzusetzen. Die Schülerinnen der jetzigen 12. Klasse waren zwei Jahre lang mit vollem Einsatz dabei, ihre Idee, das Apian fairer zu machen, umzusetzen.

So wurde mit Hilfe von Sponsoren ein sogenannter Fair-o-mat angeschafft, der fair gehandelte Schokolade, Müsliriegel und ähnliches enthält. Die Waren gehen nach wie vor bestens weg. "Sehr erfreulich ist es, dass es viele Schüler aus der Mittelstufe gibt, die sich dies weiter zur Aufgabe machen und mit frischen Ideen auch die anderen Gymnasien durch peppige Blogeinträge inspirieren", erzählen die Fairtrade-Aktivisten. Und noch ein Rat der Schüler: "Über bewussten Einkauf können Konsumenten mithelfen, Fairtrade-Produkte im Handel als fairen Standard zu etablieren und die soziale Idee von Fairtrade zu unterstützen."

Die Fairtrade-Förderer im Apian wissen: "In 60 Entwicklungsländern profitieren bereits 7,5 Millionen Menschen auf rund 870 Bauernkooperativen und Plantagen. "Und wir Apianer, tragen dazu bei, dass es noch mehr werden!"