Ingolstadt: Per Postrad nach Düsseldorf
Freude über Spende: Gestern Nachmittag übergab Richard Neugebauer (2. v. r) an Thomas Herrmann (r.) vom Peter-Steuart-Haus auf dem Rathausplatz einen Scheck in Höhe von 800 Euro. Mit auf dem Bild Sportbürgermeister Sepp Mißlbeck und Erwin Nier, Pressesprecher der Post (l.). - Foto: Brandl
Ingolstadt

Mit anwesend war auch Sport- und Sozialbürgermeister Sepp Mißlbeck, der das Engagement von Neugebauer ausdrücklich lobte.

Seit seinem Start am selben Tag in München legte Neugebauer auf einem herkömmlichen Zustellrad 80 Kilometer zurück. Pro Kilometer spendet die Deutsche Post demnach zehn Euro für den guten Zweck. Die gesamte Strecke führt den 65-jährigen Briefzusteller, der unter anderem schon entlang der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok rund 7000 Kilometer zurücklegte und mit seinen Wohltätigkeitsfahrten bisher insgesamt rund 55 000 Euro an Spendengeldern quasi erstrampelt hat, bis nach Düsseldorf, wo er am 23. Juni eintreffen wird. Bei der aktuellen Aktion sind es insgesamt 800 Kilometer, die Neugebauer in Euro anrechnen lassen kann. Weitere Etappenstopps wird er in Nürnberg, Mannheim, Frankfurt, Bensheim, Bonn und am Zielort in der Rheinmetropole einlegen und dabei weitere Spendenschecks für die gute Sache übergeben.

Anlass für die Tour ist der 200. Geburtstag des Fahrrads. Nicht umsonst führt Neugebauer die Strecke also auch in den Geburtsort des Velos. In Mannheim hat Karl Drais im Juni 1817 erstmals seine Draisine, den Vorreiter des heutigen Fahrrads, der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei der Deutschen Post ist das Fortbewegungsmittel ohnehin nicht aus dem Fuhrpark wegzudenken und gehört zum Alltag vieler Postboten. Mit rund 25 000 Fahrrädern unterhält das Unternehmen demnach die größte Fahrradflotte Deutschlands. Darunter befinden sich auch 10 500 Elektroräder.

Er freue sich sehr darüber, wieder einmal für den guten Zweck radeln zu können, sagte Neugebauer im Rahmen der Übergabe am Rathausplatz. Besonders freue er sich auf der Tour auf die Stadt Bonn, die vorletzte Station seiner Fahrt. Für die Fitness des unermüdlichen Briefträgers sorgt sein Physiotherapeut Peter Weigl, der im Begleitfahrzeug mit von der Partie ist.

Thomas Herrmann vom Peter- Steuart-Haus gab an, mit dem Geld würden unter anderem Ersatzteile für die Fahrräder der Kinder und Jugendlichen angeschafft werden, die in der Jugendhilfeeinrichtung leben.