Thomas Deiser, der IN-City-Vorsitzende, erklärt: "In den Auswertungen können wir die Frequenz nahezu in Echtzeit bis auf eine halbe Stunde genau auswerten. Das hilft uns zum Beispiel bei der Beurteilung der Wirksamkeit von Veranstaltungen, kann aber auch Anregungen zu Maßnahmen geben, um Niedrigfrequenzzeiten aufzuwerten." Um aussagekräftige Zahlen zu bekommen - denn nicht jeder hat ein Mobiltelefon dabei oder WLAN aktiviert - wird in der nächsten Woche wie auch in den vergangenen Jahren zusätzlich eine "kamerabasierte Zählung" vorgenommen, kündigt Deiser an. Anhand dieser Referenzzahlen ließen sich auch künftig relativ genaue tatsächliche Passantenzahlen errechnen.

Ein erstes positives Ergebnis ließ sich laut IN-City mit den Messungen bereits nachweisen: Der Abendmarkt, der sich am letzten Donnerstag nach der Sommerpause wieder in der Fußgängerzone präsentiert hat, wirke "deutlich frequenzsteigernd". Deiser, der Initiator des Markts, fühlt sich bestätigt: "Es ist interessant zu sehen, dass wir mit dem Abendmarkt am Donnerstagnachmittag die Passantenzahl an allen Messstandorten im Vergleich zu normalen Wochentagen um 30 bis 50 Prozent steigern können. Und vor allem wird das Niveau bis in die Abendstunden gehalten. Das ist an allen anderen Wochentagen nicht so. Mit dem Abendmarkt weist der Donnerstag eine ganz andere Frequenzdynamik auf. Das hilft uns, die umliegenden Geschäfte zu überzeugen, an diesem Tag auch möglichst einheitlich bis 20 Uhr zu öffnen."

Das Ergebnis freut die Organisatoren bei IN-City und dem Verein der Innenstadtfreunde: "Wir waren von Anfang an von dem Konzept überzeugt, obwohl es zunächst gar nicht einfach war, Marktbeschicker mit frischer Ware in der mittlerweile etablierten Qualität zu finden", berichtet Oliver Munz, Präsident der Innenstadtfreunde. "Jetzt nach der Sommerpause konnten wir das Sortiment mit einigen neuen Ständen sinnvoll ergänzen."

Der Abendmarkt findet noch bis Ende Oktober immer am Donnerstag von 16 Uhr bis 20 Uhr in der Fußgängerzone statt.