Montag, 21.05.2012 |

 

15.02.2012 16:16 Uhr | 511x gelesen
        Drucken Text vergrößern

Kritik an geplantem Hotel- und Kongresszentrum


Bild: Kritik an geplantem Hotel- und Kongresszentrum.  Ingolstadt (dk) Das geplante Hotel- und Kongresszentrum auf dem alten Gießereigelände hat im Stadtrat wieder für viel Diskussionsstoff gesorgt. Auf der Tagesordnung stand die Aufstellung eines Bebauungsplans. Einige Fraktionen störten sich am Entwurf des Kongresszentrums. Die Grünen kritisierten die fehlenden Alternativen. Bei acht Gegenstimmen wurde die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen. Weiter bleibt es bei einem beschleunigten Verfahren.

Ingolstadt (dk) Das geplante Hotel- und Kongresszentrum auf dem alten Gießereigelände hat im Stadtrat wieder für viel Diskussionsstoff gesorgt. Auf der Tagesordnung stand die Aufstellung eines Bebauungsplans. Einige Fraktionen störten sich am Entwurf des Kongresszentrums. Die Grünen kritisierten die fehlenden Alternativen. Bei acht Gegenstimmen wurde die Aufstellung des Bebauungsplans beschlossen. Weiter bleibt es bei einem beschleunigten Verfahren.


Hotel Gießereigelände
Bild: oh
Es würden massive Probleme entstehen, wenn die Aufstellung des Bebauungsplans nicht genehmigt werde, sagte eingangs der Diskussion IFG-Chef Herbert Lorenz. Vor der Abstimmung wurden nochmal die Höhe des Bauvorhabens auf dem Gießereigelände mit dem neuen Schloss verglichen. Demnach liegt die Höhe des Kongresszentrums unter der Traufhöhe des Schlossturms. 
 
Keine Freude an der modernen Achitektur des Hotel- und Kongresszentrums hatte Grünen-Fraktionschefin Petra Kleine. Vor allem die Höhe war ihr ein Dorn im Auge. Kleine bemängelte, dass gegenüber der ehemaligen Gebäude von Schubert und Salzer nun deutlich höher gebaut werde. "Von Süden und Westen sind die Baumassen einfach nicht verträglich", argumentierte Kleine. Ein bis zwei Stockwerke weniger, das wäre für die Grünenpolitikerin ein Kompromiss, um die "Höhe verträglicher zu gestalten". Kleine hätte sich noch mehr Alternativen gewünscht, wie die Baukörper anders angeordnent werden können.
 
Auch Jürgen Siebicke von den Linken konnte sich nicht mit den vorgestellten Plänen anfreunden. Er verglich den Entwurf mit dem ehemaligen "Palast der Republik" in Berlin. Er wolle nicht, dass das Kongresszentrum in Ingolstadt "als Lehmanns Lampenladen" tituliert werde. Der Linkenpolitiker lehnte den Entwurf ab und stimmte auch gegen die Aufstellung des Bebauungsplans.
 
Grünen-Fraktionchefin Petra Kleine interessierte sich auch für die Stellungnahme des Denkmalamtes. Wie Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle sagte, sind bis vor kurzem keine massiven Bedenken geäußert worden. Doch gestern habe sie eine E-Mail erhalten, in der das Denkmalamt nun doch Zweifel anmeldet. Eine Rücksprache mit dem Denkmalamt sei bis zur Stadtratssitzung nicht mehr möglich gewesen, sagte Preßlein-Lehle. Jedoch befinde sich das Verfahren des Bebauungsplans noch im Anfangsstadium. Die Träger der öffentlichen Belange, zu denen auch das Denkmalamt gehört, müssten noch gehört werden.
 
Sollte die Aufstellung des Bebauungsplan jetzt abgeleht werden, werde auch in den nächsten Jahren nichts passieren, prophezeite Herbert Lorenz. "Damit wird eine große Chance vertan." OB Alfred Lehmann drängte ebenso aufs Tempo. "Dass wir jetzt das Verfahren stoppen, halte ich für ein Waterloo." Der Oberbürgermeister wünschte sich endlich Planungssicherheit. Nur so könne im März mit dem Bau der Tiefgarage begonnen werden.
 
"Wir müssen ein verlässlicher Partner sein", forderte Lehmann von seinen Stadtratskollegen. Das bestätigte Herbert Lorenz. Planungssicherheit sei in erster Linie für den Investor wichtig, Zudem hänge an dem Kongresszentrum nicht nur die Tiefgarage, sondern auch die Audi-Akademie. "Auch dafür brauchen wir Planungssicherheit", sagte Lorenz. Dieser Auffassung folgte auch die Mehrheit des Stadrates und stimmte der Aufstellung eines Bebauungsplanes zu. 
 



 
Mehr zum Thema

Bookmark and Share
Artikel weiterempfehlen  Empfehlen Artikel verlinken  Artikel verlinken

Wenn Sie diesen Artikel von donaukurier.de verlinken möchten, können Sie einfach folgenden HTML-Code verwenden:

 

Drucken  Drucken  Leserbrief schreiben   Leserbrief Kommentare lesen/schreiben  Kommentieren

Kommentare

Symbol = Kommentar melden= Kommentar melden
Kommentare geben die Meinung des Verfassers wieder. Für die Inhalte übernimmt donaukurier.de keinerlei Verantwortung und Haftung. mehr
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.

 

Um Artikel kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.
Jetzt kostenlos Community-Mitglied werden und mitmachen!

Benutzername  
Passwort      
Noch keinen Zugang?
Jetzt kostenlos registrieren!
Anmeldung über Cookie merken

 
 


Weitere ThemenRSS-Feed abonnieren
Die Wahrheit liegt in der Mitte
Abhängen mit Anspruch
Der begehrteste Parkplatz der Innenstadt
Punktlandung im Bienenstock
Ernüchterung nach dem Finale dahoam
Filmchen ab
Die Masse tanzt, andere schimpfen
Markttag des Zeittausch-Rings
Werben für den Bücherbus
Wüste Prügeleien
"Asylanten nicht ausgrenzen"
Kind im Verkehr: Tipps für Eltern
Fünf Fragen zu Hanni und Nanni
Überschlag auf der Autobahn
Ein Koloss zum Fürchten