Ingolstadt: Hilfe, die ankommt
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Ingolstadt

Das Geld wurde von Bürgern aus Ingolstadt und Umgebung gespendet.

Die Schule hat derzeit die Klassen eins bis vier und einen Kindergarten mit drei Gruppen. Die Einrichtung, die inmitten von Bananen- und Mango-Plantagen nördlich von Kalkutta liegt, ist sehr beliebt und von Jahr zu Jahr kommen mehr Kinder. Die neuen Klassenzimmer wurden dringend benötigt.

Ihre Pause können die Schul- und Kindergartenkinder nur von November bis Februar im Schulhof verbringen. Ab Ende Februar beginnt die große Hitze, gefolgt vom Monsun ab Juli bis Oktober. Die meiste Zeit konnten die Kinder nicht draußen spielen, sondern sie verbrachten die Pausen in ihren Klassenzimmern, Gruppenräumen oder auf den Gängen, bedauert Debi Banerjee. Der frühere Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Ingolstadt betreute das Projekt vor Ort.

Mit dem Erweiterungsbau wurde nun auch eine überdachte Pausenhalle fertiggestellt, in der die Kinder Platz haben und spielen können. Gebaut wurde ab September 2015, immer nur in den Ferien, um die Kinder nicht zu gefährden. Sollte die Schule in Mallickpur "Chetona" (Bewusstsein) für das landesweite Projekt der Regierung "midday meal", das jedem Schulkind ein kostenfreies Mittagessen zusichert, ausgewählt werden, steht das nächste Bauprojekt fest. Mit staatlichen Geldern würde die Schule eine Küche und einen Speisesaal erhalten, auch das Personal würde von der Regierung finanziert werden. Die Kindergartenkinder, Schüler und Lehrer hoffen deshalb auf baldige gute Nachrichten aus Neu-Delhi.

Bereits 1987 begann Banerjee mit Spendengeldern (von Ingolstädter Bürgern, der Aktion Restpfennig der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ingolstädter Stadtverwaltung, dem Weltladen, der Bürgerhilfe, dem Lions-Club und vielen anderen), ein Kindergarten- und Schulprojekt in der kleinen Ortschaft Mallickpur in Westbengalen, nördlich von Kalkutta, voranzutreiben. Damals, vor 30 Jahren, begann der Ingolstädter mit elf Kindergartenkindern.

Kinder aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten und verschiedensten Religionszugehörigkeiten besuchen die private Einrichtung. Ein wichtiges Anliegen: Auch ärmeren Familien der Region soll es möglich sein, ihre Kinder zur Schule zu schicken. Zehn Prozent der Schüler stammen aus ärmeren Familien und bekommen das Schulgeld erlassen sowie die Schuluniform gestellt, 20 Prozent erhalten eine Ermäßigung der Gebühr.