Ingolstadt: Mehr Wohnraum
45 Wohnungen für Berufsanfänger, Appartements und Wohngemeinschaften sind in der Goethestraße entstanden. Das Projekt firmiert unter dem Begriff "fahrradfreundliches Wohnen". Der ortsübliche Stellplatzschlüssel gilt dabei nicht. - Fotos: Brandl
Ingolstadt

Ziel waren sechs Stationen, an denen sich die Teilnehmer ein Bild vom Wohngebiet der GWG machen konnten. Vorgestellt wurden den Mitfahrern, darunter OB Christian Lösel, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der GWG ist, sowohl demnächst geplante als auch so gut wie bereits fertiggestellte Objekte. Diese konnten teilweise auch von innen besichtigt werden. Zum Beispiel der zehnte Bauabschnitt in der Goethestraße, einer Anlage mit 45 Wohnungen für Berufsanfänger, bestehend aus Appartements und Wohngemeinschaften inklusive Küchenzeile. Von der GWG als "fahrradfreundliches Wohnen" konzipiert, musste hier auf den ortsüblichen Stellplatzschlüssel keine Rücksicht genommen werden, erklärte GWG-Geschäftsführer Peter Karmann. Statt dessen stehen den jungen Bewohnern, die in der Regel noch kein eigenes Fahrzeug besitzen, entsprechende Unterbringungen für Fahrräder zur Verfügung.

Auf dem E.on-Gelände in der Fliederstraße im Ortsteil Kothau stellte die GWG ein neues Baugrundstück vor. Das Wohnquartier soll nach Fertigstellung über etwa 150 Wohneinheiten und Gewerbeflächen verfügen. Das gesamte Areal umfasst demnach etwas über 22 000 Quadratmeter. Das sich in unmittelbarer Nähe befindliche Umspannwerk werde durch die geplante Gewerbeansiedlung im Süden des Geländes vom Wohnbereich abgetrennt, so Karmann bei der Präsentation. Insgesamt sind hier 14 gleiche Gebäude mit drei bis vier Geschossen sowie Tiefgaragen geplant.

Nahezu beendet sind die Bauarbeiten in der Peisserstraße und der Breslauer Straße. Hier hat die GWG im Rahmen eines Sofortprogramms von 2013 in zwei Bauabschnitten insgesamt 190 Wohnungen und zwei Gewerbeeinheiten, darunter eine Arztpraxis, errichtet, die mittlerweile bezogen sind. Insgesamt wurden in das Projekt rund 39 Millionen Euro investiert. Die Förderhöhe betrug mehr als 21 Millionen Euro. Karmann merkte an, dass hier eine Auslastung der Tiefgarage noch nicht erreicht sei. Von 190 Stellplätzen seien bisher rund 140 vermietet. Im Sommer berichtete der DK über Schwierigkeiten von Bewohnern, aus der Tiefgaragenausfahrt zu kommen. Zu dieser Zeit waren die Bauarbeiten noch in vollem Gang, schweres Baugerät parkte in der Peisserstraße. Hinzu kamen dort abgestellte Autos. Die GWG hat reagiert und vor den Ein- und Ausfahrten Hinweisschilder angebracht, die für genügend Abstand parkender Fahrzeuge sorgen sollen.

Weitere Stationen der Rundfahrt waren die Wohnanlage "An der Donau" mit 55 frei finanzierten Wohnungen, ein Neubau in der Fontanestraße mit 35 geförderten Wohnungen (voraussichtlicher Bezug 2018) sowie die Besichtigung einer Bestandswohnung in der Fontanestraße.