Ingolstadt: Gesitteter Trubel
Fröhliche Gesichter bei den Besuchern und den meisten Schaustellern. Das Schanzer Herbst-Volksfest hat einen guten Start hingelegt. Polizei und Sicherheitsdienst berichten bisher von einem »relativ ruhigen Verlauf«. Das Fest endet am Sonntagabend. - Foto: Strisch
Ingolstadt

Das neue Werbekonzept findet viel Lob, ebenso die Arbeit des Sicherheitsdienstes. Die Anerkennung kreist durch die Reihen: Die Marktkaufleute loben das Kulturamt, die Behörde gibt das Lob gern zurück und dankt wiederum den Fieranten für ihren großen Einsatz bei der Anfertigung des neuen Werbekonzepts, das auch unter Schaustellern und Wirten Würdigung erfährt, ebenso wie die Arbeit des Sicherheitsdienstes, die zudem von der Polizei positiv hervorgehoben wird. Am Ende des Treffens im Weinzelt setzte Andreas Pfeffer, Vizepräsident des Landesverbands der Marktkaufleute und Schausteller, zu einer Generallaudatio an. Er lobte alle Akteure und schloss mit dem Appell: „Leut’, schaut’s, dass ihr schnell herkommt! Denn es lohnt sich!“

Pfeffer blickte reihum in zufriedene Gesichter. „Wir haben einen guten Start hingelegt“, sagte Jürgen Köhler, der Leiter des Kulturamts. Marktmeister Marcus Jaud präsentierte Zapfzahlen, wie sie Wirte immer freuen: Am Samstag wurden zum Beispiel 103 Hektoliter Bier und 23 Hektoliter alkoholfreie Getränke ausgeschenkt. Zum Vergleich: Am ersten Samstag des Herbstfests vor einem Jahr waren es 80 Hektoliter Bier und 21 Liter Alkoholfreies. Dagegen fiel der Auftakt am Freitag mit einem Gesamtausschank von 107 Hektolitern im Vorjahresvergleich, als 121 Hektoliter herausgingen, deutlich ab. Zufrieden sind die meisten dennoch. „Die ersten vier Tage waren besser als vor einem Jahr“, sagte der Marktkaufmann Helmut Hörmandinger. „Das neue Werbekonzept findet auch eine gute Resonanz.“ Robert Scheidacher, Betreiber des „Superhupferls“, hat am Samstag besonders viele Chips verkauft: „Der Tag war so gut wie nie.“

Wieland Radlmair, Sprecher der Polizeiinspektion, ist bisher mit dem Verlauf des Volksfests „sehr zufrieden“. Die Tendenz sei erfreulicherweise rückläufig. Bisher sei es „relativ ruhig“ gewesen. Der Hauptkommissar hob die „gute Kooperation mit dem Sicherheitsdienst“ hervor.

Dazu legte Marktmeister Jaud erste Zahlen vor: Bis Sonntag haben die Männer bei Jugendlichen auf dem Festplatz oder in der Nähe 88 Flaschen mit Hochprozentigem entdeckt und sie unter Aufsicht ausschütten lassen. 123 Kinder und Jugendliche wurden nach 21 Uhr heimgeschickt. Kulturamtschef Köhler hofft auf einen Präventionseffekt. „Das soll sich ruhig rumsprechen!“ Sechsmal alarmierte der Sicherheitsdienst in Fällen von Körperverletzung oder Sachbeschädigung die Polizei. Und eine gute Nachricht: Bislang musste kein betrunkener Minderjähriger dem Roten Kreuz übergeben werden.