Ingolstadt: Feuer unterm Dach
Mehrere Feuerwehren waren in der Nacht auf Freitag am Gelände der Firma Büchl im Einsatz. In einer Papierpresse war ein Brand ausgebrochen. - Foto: Reiß
Ingolstadt

Den Schaden schätzt Reinhard Büchl jun. auf höchstens 10 000 Euro, verletzt wurde niemand. Die Anlage ist seit Freitagmorgen wieder in Betrieb.

Gleich mehrere Brandmelder - der erste um 0.47 Uhr - hatten nacheinander Alarm geschlagen. Damit war für die Berusfeuerwehr klar, dass es sich um keinen Fehlalarm handeln kann. "Bei einem Fehlalarm alarmiert uns immer nur eine Brandmeldeanlage", sagte ein Sprecher der Ingolstädter Berufsfeuerwehr am Freitagmorgen.

Als die Einsatzkräfte auf dem Gelände der Entsorgungsfirma eintrafen und die betroffene Halle geöffnet hatten, stand diese bereits komplett unter Rauch. Vermutet wird, dass ein Metallschnipsel in die Papierschredderanlage geraten ist und dort Funken geschlagen hat. So ein Metallteil könne beispielsweise vom Bügel eines Aktenordners stammen, hieß es auf Nachfrage. Wie Büchl sagte, könnte es sich beispielsweise auch um eine Lithium-Batterie gehandelt haben, die schnell heiß werden kann. "Die Materialien werden für uns Entsorger immer schwieriger", so Büchl, von außen seien derartige Teile nicht erkennbar.

Die Feuerwehr koppelte den Behälter mit dem geschredderten Papier von der Presse ab und zog diesen mit einem Fahrzeug ins Freie. Dort wurde der Behälter ausgeleert und die Papierschnipsel zunächst auseinandergezogen und dann gelöscht. Anschließend wurde noch die Presse abgelöscht.

Der Einsatz dauerte bis nach 3 Uhr. Neben der Berufsfeuerwehr, die mit 17 Einsatzkräften ausgerückt war, waren die Freiwilligen Wehren Ringsee und Unsernherrn mit weiteren 16 Kräften im Einsatz. Die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte deckte derweil die Wachbereitschaft im Stadtgebiet ab.

Reinhard Büchl geht von einer Selbstentzündung und einem lange schwelenden Glutnest aus. "Acht Stunden vor dem Brand haben wir mit dem Presscontainer nicht mehr gearbeitet." Froh ist er darüber, dass die Brandmeldeanlage in der Halle angeschlagen hat. Die Anlage selbst wurde nicht beschädigt und ist seit Freitagmorgen wieder in Betrieb. Nur der Container ist kaputt, den Schaden schätzt er insgesamt auf "höchstens 10 000 Euro".