Mittwoch, 30.05.2012 |

 

02.02.2012 21:25 Uhr | 1125x gelesen
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Eine Welt für sich


Bild: Eine Welt für sich. Ingolstadt Ingolstadt (DK) Die Erweiterung des Westparks wird wohl pünktlich fertig. Am 28. und 29. März wird groß gefeiert. Zu den 100 Läden kommen 45 dazu, die Verkaufsfläche wächst auf 32 000 Quadratmeter. Die Betreiber betonen: „Wir sind keine Konkurrenz für die Altstadt, sondern wir erweitern den Einzugsbereich.“

Ingolstadt (DK) Die Erweiterung des Westparks wird wohl pünktlich fertig. Am 28. und 29. März wird groß gefeiert. Zu den 100 Läden kommen 45 dazu, die Verkaufsfläche wächst auf 32 000 Quadratmeter. Die Betreiber betonen: „Wir sind keine Konkurrenz für die Altstadt, sondern wir erweitern den Einzugsbereich.“


Ingolstadt: Eine Welt für sich
Besenreiner Renommierbereich: Die sogenannte Plaza wird den neuen Westpark-Flügel schmücken. Auf den 700 Quadratmetern, bald mit Brunnen, sollen unter anderem Ausstellungen stattfinden. - Foto: Strisch
Konkurrenz? Für die Altstadt? Wo denn bitte? Davon könne keine Rede sein! – Das betonen die Betreiber des Westparks mit Vehemenz, denn sie wissen, dass nicht nur viele Altstadthändler, sondern auch diverse Kommunalpolitiker das kraftvolle Erblühen und Gedeihen des Einkaufszentrums in der Peripherie (Slogan: „Eine Welt für Dich“) mit Sorge sehen. Der Westpark bietet nach seiner Erweiterung Handel, Gastronomie und kulturelle Attraktionen auf 66 500 Quadratmetern, davon 32 000 Verkaufsfläche. Ein Anlass für Hans Georg Maier, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Civilis (die zu Edeka gehört), ein Zeichen des guten Willens Richtung Altstadt zu senden.

„Wir sind keine Konkurrenten!“, betonte Maier gestern bei der Präsentation des aktuellen Stands der Bauarbeiten. „Vielmehr weiten wir den gesamten Einzugsbereich der Stadt-Land-Plus-Region aus. Wir verstehen uns als Einheit mit der Stadt und verhindern damit, dass Kaufkraft abfließt.“ Denn wenn man nicht zusammenhalte, „lachen die anderen Oberzentren!“ Daher werde Edeka „auch in der Innenstadt Standards setzen“.

Eine kleine Spitze gegen die Ingolstädter City flochten die Westpark-Manager dann doch ein: Die Ladenstraßen – oder wie man im Marketing-Deutsch sagt: Malls – in den zwei Etagen des Einkaufszentrums ergeben zusammen eine Länge von 885 Metern, merkte Maier an. „Das ist länger als die Fußgängerzone vom Münster zum Schloss.“ Da erstrahlte auf der Leinwand hinter ihm dezent eine mit Google Maps generierte Darstellung der Altstadtroute – 600 Meter lang.

Maier gab jedoch auch zu bedenken: „Unsere Branche ist alles andere als eine wettbewerbsfreie Zone.“ Und Centermanager Frank Hausschmid lieferte dazu die passende Information: „Wir hätten noch deutlich mehr Fläche vermieten können.“ Die Warteliste sei lang genug.

 


Von Christian Silvester
 
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