Ingolstadt: Ein Sieg für Integration und gegenseitigen Respekt
Um mehr als den Sieg ging es gestern bei dem Kleinfeldturnier zwischen zwölf Teams mit Flüchtlingen unterschiedlicher Herkunft. Neben Spaß und Freude am Fußball waren auch gegenseitiger Respekt und Fairness ganz wichtig. - Foto: Eberl
Ingolstadt

Natürlich will jeder gewinnen. Aber der Turniersieg ist nicht das einzige, was an diesem Tag zählt. Werner Roß, Repräsentant des FCI, nennt die Veranstaltung, die die FCI-Dachmarke "SchanzenGeber" austrägt, eine "Top-Sache". Denn Sport biete die besten Möglichkeiten zur Integration und öffne vieles hinsichtlich Respekt gegenüber anderen. "Es gibt nur gute und schlechte Menschen, keine Ausländer", so Roß' feste Überzeugung.

Nur eines der zwölf Teams hat übrigens einen Verein als Hintergrund: das des MTV Ingolstadt. Aber auch der MTV als Kooperationspartner des FCI tritt nicht mit einer Vereinsmannschaft, sondern mit einem gemischten "World Team" aus jungen Spielern und Flüchtlingen an, erzählt Georg Pegelhoff, der frühere Trainer des Teams und jetzige MTV-Jugendleiter, der an diesem Tag als "Stadionsprecher" fungiert.

Fotostrecke: FCI Willkommensturnier für Flüchtlinge

Bei den insgesamt rund 120 Spielern steht unterdessen der Spaß im Vordergrund. Und auch wenn allein schon deshalb nicht mit einer überharten Spielweise zu rechnen ist, wird den Akteuren dennoch ein zusätzlicher Anreiz für Fairness geboten. Laut Alexandra Vey, FCI-Beauftragte für den sozialen Bereich, wird nämlich das fairste Team mit dem Fair-Play-Pokal ausgezeichnet. Den erhielt schließlich das Team 11 Freunde der Lebenshilfe.

Und der Turniersieg? Der ging an den FC Nankatsu.