Ingolstadt: Ein Friedensaktivist berichtet
Vor rund 60 Zuhörern, darunter auch Vertreter der Politik, referierte Jürgen Grässlin (rechts) zum Thema Waffenhandel und seine Auswirkungen auf die Flüchtlingsbewegungen. - Foto: Brandl
Ingolstadt

Das jüngste davon, "Netzwerk des Todes", - eine Gemeinschaftsarbeit mit dem Regisseur und Autor Daniel Harrich - wurde verfilmt, das Ergebnis mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Am Sonntag war Grässlin auf Einladung der DFG-VK Friedensbewegung der Region 10 zu Gast im Bürgerhaus Neuburger Kasten.

"Wer Waffen sät, wird Flüchtlinge ernten", lautete der Titel seines Vortrags, in dem er neben den von ihm dargestellten Auswirkungen des Waffenhandels auf die Flüchtlingsbewegungen auch Rüstungsexportzahlen beleuchtete und Beispiele für deutsche Waffenlieferungen in den Nahen und Mittleren Osten aufzeigte und erörterte. Demnach liege laut der von ihm vorgelegten Zahlen Deutschland als Rüstungsexporteur auf Platz fünf hinter Frankreich und vor Großbritannien. Die Spitzenplätze jedoch belegen die USA und Russland. Deutlich kritisierte der Autor die von ihm aufgezeigten Vorgehensweisen der Politik bei der Durchsetzung von Waffenexporten in - seiner Darstellung nach - "problematische Drittländer". Er erntete dafür viel Zustimmung seitens der anwesenden Friedensaktivisten und anderer Besucher.