Aber schon in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ist Widerstand laut geworden. Die Vertreter von SPD, Grünen und ÖDP wiesen darauf hin, dass diese Uferzone ein kleiner "Au-Urwald mitten in der Stadt" sei, der zu Recht unter Schutz stehe. Jetzt steigt der Bund Naturschutz (BN) in die Debatte ein. In einem Brief an OB Christian Lösel schreibt die Kreisgeschäftsführerin Lena Maly-Wischhof: "Der Standort und die vorgeschlagenen baulichen Maßnahmen zusammen mit den geplanten Eingriffen in den Bewuchs können das Ziel der FW, dort den Erholungswert für die Bürger zu verbessern, nicht erreichen. Sie sind in unseren Augen geradezu kontraproduktiv, weil sie zu starken Veränderungen und Beeinträchtigungen der dort vorhandenen Flora und Fauna führen würden." Der BN möchte Lösel "den unveränderten Schutz dieses innerstädtischen Biotops ans Herz legen, gerade weil es unmittelbar an einem Uferweg mit Freizeitwert liegt und schon jetzt mit einem Trampelpfad begehbar und damit unmittelbar erlebbar ist". Weitere Argumente: "Bei dem Areal handelt es sich um ein eingetragenes Biotop (nach der Stadtbiotopkartierung von 2003). Die Fläche genießt Schutz nach Paragraf 30 des Bundesnaturschutzgesetzes wegen der Qualität der dort vorkommenden Pflanzengesellschaften." Und: "Die Ingolstädter besitzen hier ein einmaliges stadtnahes Biotop. Dieser wertvolle innerstädtische Auwaldbestand ist ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt Ingolstadt. Gerade die Überlegungen zu einem Auen- Nationalpark an der Donau sollten deutlich machen, dass naturnahe Auwaldflächen auch und gerade in unserer dicht besiedelten Stadt von höchster (stadt-)ökologischer Bedeutung sind!", so der BN. "Beim Spazierengehen und auf der Fahrt zur Arbeit mit dem Rad ist hier im Alltag ein Stück naturnaher Auwald zu erleben."