Die unendliche Geschichte
Ingolstadt (DK) Seit mehr als 15 Jahren ringt die Region um einen Gemeinschaftstarif, doch Bus- und Bahnfahrgäste müssen weiter warten. Das wurde deutlich, als der Gründungsvorsitzende des Zweckverbands Verkehrsgemeinschaft Region Ingolstadt, Neuburgs Landrat Roland Weigert, gestern Bilanz zog.

Weiterhin gang und gäbe: Die Fahrer in den Bussen, die in der Region unterwegs sind, hantieren mit mehreren Fahrscheindruckern, weil der Gemeinschaftstarif weiter auf sich warten lässt - Foto: Rössle
Nach den Angaben Weigerts ist der Zweckverband seit seiner Gründung im Juli 2010 in folgenden Punkten vorangekommen: Alle Busverkehrsunternehmen wollen den Gemeinschaftstarif einführen. Auch die Schienenverkehrsunterneh-men Deutsche Bahn, Agilis und Bayerische Regionalbahn beteiligen sich. Die Mitglieder des Zweckverbands (Stadt Ingolstadt, Landkreise Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt) und die Verkehrsunternehmen haben gemeinsam ein Tarifmodell entwickelt, das derzeit im Detail durchgerechnet wird. Erste Kostenschätzungen belegen die Finanzierbarkeit. Für Tarifausgleiche etwa fallen voraussichtlich rund 400 000 Euro jährlich an. Der Freistaat hat eine Förderung zugesagt. Die INVG-Gemeinden im Landkreis Pfaffenhofen, Baar-Ebenhausen, Geisenfeld, Manching, Reichertshofen und Vohburg, sowie der Landkreis Roth, vor allem Greding, wollen sich beteiligen.
Bis zum kommenden Frühjahr soll das Feinkonzept stehen und die Tarifgenehmigung bei der Regierung von Oberbayern und beim Wirtschaftsministerium beantragt werden. Im Laufe des Jahres soll der Gemeinschaftstarif kommen. Ziele bleiben ein einheitliches Infosystem für Fahrgäste sowie gemeinsame Sicherheits-, Fahrzeug- und Umweltstandards.
Roland Weigert gibt Ende des Jahres satzungsgemäß den Vorsitz im Zweckverband ab. Am 1. Januar übernimmt Eichstätts Landrat Anton Knapp das Amt. Auch Geschäftsstellenleiterin Karin Johannsen tritt einen Schritt zurück und kümmert sich wieder um die kommunale Aufsicht im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Ihre Aufgaben führt nun Korbinian Raßhofer, Geschäftsführer der IN-Bus-GmbH, weiter.
Von Angelika Donauer
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