Ingolstadt: Der begehrteste Parkplatz der Innenstadt
 
Ingolstadt
Auf der Theresienstraße ballen sich bei dieser City-PS die meisten Pferdestärken. Da stehen sie: sportlich, elegant und sehr, sehr kräftig. Drei Lamborghinis neuerer Produktion, zwei Zehnzylinder und ein Zwölfzylinder. Ein edler alter Jaguar, zwei Audi R8 mit voller Rennausstattung und weitere gut gepflegte Edelsportwagen komplettieren die viel beachtete, um nicht zu sagen von allen Seiten angeschmachtete Reihe. Sandro Montuori, der Wirt des Corso Italia, hat für diese Sehenswürdigkeit vor seinem Lokal gesorgt. „Mit einigen Connections war es kein Problem, die Autos herzubekommen“, berichtet er. Seinen Beitrag für die City-PS versteht er auch als Bekenntnis zum Audi-Standort. „Denn an der Autoindustrie hängt so viel“, erklärt der Wirt. Und gerade an schönen Autos hänge ja auch so einiges, fügt er lächelnd an. Allem voran: „Schöne Frauen!“

Fritz Öttinger, Auto-Enthusiast, hat Montuori geholfen, die edle Sammlung zusammenzustellen. Seine Favoriten sind natürlich die Lamborghinis. „Der Zwölfzylinder hat 640 PS – das sind einfach Supersportwagen, das ist eine ganz eigene Liga, da geht nichts drüber!“

Sonst bietet die Autoschau in der Innenstadt natürlich vor allem Kraftfahrzeuge für den herkömmlichen Gebrauch. Es präsentieren sich Marken wie Skoda, Toyota, Nissan, Seat, Citroën oder Volkswagen. Und wie immer auf dem Paradeplatz: die Italiener Lancia, Fiat und Alfa Romeo. Auch einige Oldtimer gibt es zu bewundern. Als eine Art kritischer Kontrast verkauft der Eine-Welt-Laden filigrane Automodelle, die in Afrika aus Dosen hergestellt worden sind.

Es ist eine Menge los, was aber auch am schönen Wetter liegt. Auf der Ludwigstraße parkt ein DKW-Kleinlaster aus der Nachkriegszeit, Büffel genannt, direkt neben der Dependance des Sportwagenherstellers Apollo – und die steht wiederum vor einer Filiale von Apollo-Optik. Auf Wunsch lässt der Chef des Unternehmens, die Audi-Sport-Legende Roland Gumpert, den gut 500 PS starken Motor kurz aufheulen, bis im Café nebenan die Tassen zittern.

Auch zwei Autovermietungen, Fahrschulen, Reifenhersteller, der ADAC und Zubehörspezialisten nutzen die Gelegenheit, mit potenziellen Kunden ins Gespräch zu kommen. An allen Ständen haben die Berater der Firmen stets gut zu tun.

Ein großer Publikumsrenner – die Menschentrauben vor den Verkäufern zeigen es – sind auch heuer die Elektrofahrräder, kurz E-Bikes. „Die liegen absolut im Trend“, erklären Josef Strasser und Hermann Lindner von der Firma Willner. Und zwar in jeder Ziel- und Altersgruppe. „Alles, was es an Rädern gibt, gibt es inzwischen auch als E-Bike, Klappräder zum Beispiel oder Mountainbikes.“ Das Alte-Oma-Image der Motorfahrräder sei überwunden, sagen Strasser und Lindner. „Heute gelten E-Bikes bei jungen Leuten als cool.“

Das bestätigen die Kollegen vom Radhaus am Rathausplatz. „E-Bikes sind das Hauptthema bei vielen Fragen“, erzählt Verkaufsleiter Guido Schoen. „Sie sind nicht mehr wegzudenken. Bei den Kunden decken sie seit langem die gesamte Bandbreite ab.“ Und man bedenke bitte die ökologische Dimension: „Die Elektromobilität ist beim Fahrrad angekommen – da klappt’s eben“, betont Schoen. Auch das erkläre den Erfolg.

Bei einer Reichweite von 50 bis 180 Kilometern – je nach Akku und Leistung – werde das E-Bike für viele Radler immer interessanter. „Es gibt auch ganz starke, für die man eine Zulassung braucht, die gehen dann bis zu 45 Stundenkilometer.“

Auf so einem Gefährt lässt sich also auch bei der City-PS ziemlich gut mithalten.