Donnerstag, 23.02.2012 |

 

18.12.2011 21:06 Uhr | 297x gelesen
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Der Wille wäre da . . .


Bild: Der Wille wäre da . . .. Ingolstadt Ingolstadt (sic) Bekenntnisse zur besseren Integration ausländischer Mitbürger sind heute zweifellos eine feste Größe, zumindest in der Rhetorik. Das war auch am Tag der Migranten festzustellen, der am Samstag gut 80 Ingolstädter in den Stadtteiltreff Piusviertel führte.

Ingolstadt (sic) Bekenntnisse zur besseren Integration ausländischer Mitbürger sind heute zweifellos eine feste Größe, zumindest in der Rhetorik. Das war auch am Tag der Migranten festzustellen, der am Samstag gut 80 Ingolstädter in den Stadtteiltreff Piusviertel führte.


Ingolstadt: Der Wille wäre da . . .
Nach der lebhaften Diskussion gab’s Geschenke: Die verteilte (v. r.) Sepp Mißlbeck an Jean-Pol Martin, Irene Ketterer, Behare Dinaj, Christian Lösel und Berat Yilmaz (Bildungsverein Atlantik). - Foto: Strisch
Eines wurde allerdings ebenso wieder deutlich: Die Integration kommt primär in den Köpfen voran, denn von der Theorie zur Praxis gilt es nach wie vor hohe Barrieren zu überwinden.

„Ich will es noch erleben, hier wählen zu dürfen“, sagt eine türkischstämmige Ingolstädterin in fast perfektem Deutsch. „Ich bin in der zweiten Generation hier. Mein Papa hat es nicht mehr erleben dürfen, in Deutschland zu wählen.“ Deshalb habe auch die dritte Generation inzwischen so ihre Fragen: „Ich muss meinen Kindern immer erklären, wieso ich nicht wählen darf.“ Hier also stößt die Integration schnell an Grenzen und stürzt so manchen Politiker in Ratlosigkeit. „Beim kommunalen Wahlrecht für Ausländer sind alle Initiativen gescheitert“, berichtet FW-Stadtrat Gerd Werding aus dem Publikum. „Wie kann das sein? Was ist an uns EU-Bürgern entscheidend anders als an jenen, die in dritter Generation bei uns leben“ Eine Antwort vermag da niemand zu geben – aber Werding hat auch keine erwartet.

Inzwischen gelten 41 Prozent der Ingolstädter als Migranten, berichtet Christian Lösel, der städtische Integrationsbeauftragte. Doch wie viele dieser Bürger bei Kommunalwahlen ihre Stimmen abgeben dürften, sei schwer zu sagen. „Hier ist die Aufschlüsselung sehr kompliziert“, erzählt Lösel. Im Übrigen sei die Frage des Ausländerwahlrechts natürlich keine kommunale Angelegenheit.

Politische Mitbestimmung der Neubürger tue seit langem Not, betont Prof. Jean-Pol Martin. „Wir müssen alle Bürger unserer Stadt in Entscheidungen mit einbeziehen!“ Hier eröffne sich ein „Riesenpotenzial“, auch für die demokratische Kultur. Mehrmals kam der Hinweis auf die Migrantenquote im Ingolstädter Stadtrat von nur zwei Prozent; die repräsentiert Johannes Hörner – ganz allein.

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Von Christian Silvester

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FrageAntwort von   bernd 2 | 19.12.2011 10:08 Diesen Kommentar melden
Das Problem liegt auf beiden Seiten.

Vor nun 46 Jahren ist meine Frau aus Sizilien gekommen .Aus ihrem naturel heraus hat sie sich schnell eingelebt und
durch unsere Heirat die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen .Das war damals auch nicht so einfach .Kirchen verlangten viel an Bekenntnissen .Behörden witterten Unheil .Heiratsunterlagen verschwanden .Landsleute mit vorgefasster Meinung .usw..
Dieses hat sich bis heute ganz gewaltig verändert .Manches liegt aber noch im argen .Wer hier mit uns leben will soll jede Chance bekommen sich zu integrieren .Eine Demokratie vor allem im kommunalen Bereich würde aufgefrischt und das kulturelle Leben mit neuen bunten Ideen verbessert werden .Die Welt hat sich verändert .Auch wir müssen uns verändern .Letztendlich sind aber auch die Neubürger aufgerufen sich mehr einzubringen .


 

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