• Digitalisierungsinitiative: Was Ingolstadt dauerhaft verändern soll und wird, brauchte nicht viele weitere Worte in der Vollversammlung, da der Grundsatzbeschluss erst der Auftakt für alles ist. Die 20 Punkte aus der von OB Christian Lösel ausgerufenen Initiative "Digitales Ingolstadt - Zukunftfähiges Ingolstadt" wurden einstimmig "auf die Reise geschickt" (Lösel) und werden in den Ausschüssen und Gremien (nach dem jeweiligen Berührungspunkt) diskutiert. Am 8. Februar (Weiberfasching) kommt das Paket zur endgültigen Entscheidung zurück in den Stadtrat. (Alle Punkte siehe Kasten unten)

 

  • Bahnhalt und Tierschutzverein: Ohne viel Diskussion - da es die im Vorfeld gegeben hatte - nickte das Plenum Zahlungen ab beziehungsweise nahm sie zur Kenntnis. Da der Audi-Bahnhalt, wie berichtet, wegen der florierenden Baukonjunktur um mehr als zehn Prozent teurer wird, muss die Stadt - wie ihre Partner Bahn, Freistaat und Audi - etwas tiefer in die Tasche greifen. Der städtische Anteil von weiteren 600 000 Euro wurde angesichts der Dimension des Projekts, das bis Ende 2019 fertig werden soll, durchgewunken. Brenzlig ist die Situation beim Tierschutzverein, der von der Stadt eine Sonderzahlung von 40 000 Euro bekommen wird, damit er weiter Fundtiere aufnehmen kann. Die Hälfte des Geldes ist (als Vorschuss für 2018) bereits geflossen, da der Verein umfangreiche Unterlagen vorgelegt hat. Durch die kämpft sich die Verwaltung, wie ein Zwischenbericht für die Stadtratssitzung verkündet. Weitere Unterlagen sind aber nötig, damit die zweite Tranche ausbezahlt wird. Zuversicht ist da: "Die Stadt Ingolstadt und der Tierschutzverein Ingolstadt gehen einen gemeinsamen Weg der Reorganisation des Tierheimbetriebes." Am Ende sollen die Tierschützer gestärkt aus dm "Reorganisationsprozess hervorgehen".

 

  • Qualitätsbericht Innenstadt: Zur Situation in der City soll die Stadtverwaltung regelmäßig Zahlen (wie Einwohnerentwicklung oder Straftaten) zusammentragen und daraus einen Bericht formulieren, damit "drängende Handlungsfelder" erkennbar würden: jährlich, so wollte das die CSU haben. Sie bekommt den "Qualitätsbericht" - aber nicht in vollem Umfang. Im Jahresrhythmus wäre das viel zu viel Aufwand, sagte OB Lösel, der daran erinnerte: Auch anderes "Monitoring" mit ausführlichen Berichten habe man bis zu den Wahlen 2020 komplett ausgesetzt, weil es die Verwaltung überfordert. "Und seien wir ehrlich, die Seiten liest dann eh keiner", so Lösel, der wie andere Redner mit der Aufstellung von Zahlen zufrieden wäre. Wobei noch über den genauen Kriterienkatalog und das Wort "Qualität" diskutiert werden wird. SPD-Fraktionschef Achim Werner sagte zum Beispiel: "Es ist die Frage, ob man die Qualität einer Innenstadt an den Einbrüchen festmachen kann..." Eine Umfrage unter den Innenstadtbesuchern sei da viel wertvoller. Die gebe es im Rahmen von "Vitale Innenstädte" für 2016 mit 600 Teilnehmern schon, berichtete Thomas Deiser (CSU), der Chef von IN-City.

 

  • Brauereiallee: Ein heißes Thema für Oberhaunstadt ist nun entschieden. Dort soll ein Grundstück, das nur über einen Fuß- und Radweg (Brauereiallee) erschlossen ist, mit zwei Wohnhäusern bebaut werden. Nachbarn liefen Sturm, auch die Stadtverwaltung hatte angesichts von zunächst beantragten fünf und sechs Wohneinheiten in den Gebäuden städtebauliche Bedenken. Zur Abstimmung legte Stadtbaurätin Renate Preßlein-Lehle gestern zwei Varianten vor: zwei Doppelhäuser mit je zwei Wohneinheiten sowie alternativ ein Doppelhaus mit zwei Wohneinheiten sowie ein Mehrfamilienhaus mit vier Wohneinheiten. Egal, wie sie sich entscheiden sollte, es würden wegen der vergleichbaren Kubatur keine Schadensersatzansprüche des (eingeschränkten) Bauherrn gegenüber der Stadt entstehen, sagte Preßlein-Lehle den Stadträten. Diese beschlossen einstimmig die Variante eins, mit der sich auch die Nachbarn arrangieren können, wie sie in einem vorab verbreiteten Schreiben mitteilen.

 

  • Fenster am Katherl: Am Rande der Stadtratssitzung wurde noch ein Termin für Donnerstag am Katharinen-Gymnasium bekannt. Im Anschluss an den Elternsprechabend findet dort eine Infoveranstaltung zu den Fenstern statt. Auf Einladung des Elternbeirats sollen Fachleute der Spezialfirma, das Hochbauamt und weitere Vertreter der Verwaltung über den genauen Ablauf der Sanierung informieren. Eltern, Schüler und Lehrer können hier ihre Fragen loswerden. Beginn ist um 19 Uhr.