Die Rasselbande im Blick: Sven Catello hatte kein Problem, die Kinder im Zauberland mit seiner Magie und seinen Tricks zu begeistern.
Die Rasselbande im Blick: Sven Catello hatte kein Problem, die Kinder im Zauberland mit seiner Magie und seinen Tricks zu begeistern. Die Kleinen schauten ihm staunend zu und strahlten um die Wette - obwohl sie nicht wussten, wie der Zauberer das alles macht.
Hammer
Ingolstadt

Zu "Kinder im Zauberland" hatte Sven Catello am Samstag- und am Sonntagnachmittag ins Altstadttheater eingeladen. Der Initiator der Zaubertage spendierte den Mädchen und Buben, die mit Mama oder Papa oder Oma oder Opa gekommen waren, viele kleine Wunder. Eins nach dem anderen. Das neben dem Applaus größte Lob der Rasselbande: staunende Augen und offen stehende Münder.

Zaubertage Ingolstadt, Pius Maria Crüppers, November 2017
Pius Maria Cüppers (links, mit charmanter Assistentin) und Sven Catello in Aktion: Als Detektiv oder "Seilakrobat"
oliver konze (oliver konze)
Ingolstadt

Improvisieren war angesagt. Denn Kinder plappern dazwischen, glauben, manches besser zu wissen als der große Meister, wollen dem Magier nicht helfen und sind sich sicher, dass der Zauberstab eh nicht zaubern kann. Sven Catello täuschte, trickste, redete, lächelte und grummelte sich geduldig durch alle aufkommenden Zweifel - mit Zauberhut, Zauberstab, Zaubertricks, Zaubermantel und Zauberspruch.

 

Sven Catello in Aktion: "Seilakrobat"
Hammer, Cornelia, Ingolstadt
Ingolstadt

Die Kinder tauchten für eine Stunde ein in eine andere Welt, als wären sie in den Hogwarts-Express eingestiegen, um in die Zauberschule zu fahren. Die befand sich am vergangenen Wochenende im Altstadttheater, wohl einem der heimeligsten und vielleicht auch magischsten Plätze in Ingolstadt - für Zauberer und magische Stunden.
 

Umfrage Kinderzaubern, Zaubertage Ingolstadt, November 2017
Hasi (5) aus Ingolstadt: Natürlich bin ich kein Hase, sondern ein Kaninchen! Für mich das Schönste sind die staunenden Augen der Kinder. Toll ist es auch, wenn sie nicht wisse, ob ich ein echtes Kaninchen bin.
oliver konze (oliver konze)
Ingolstadt

Nicht minder fragend saß abends beim phänomenalen Pius Maria Cüppers die überwiegend ältere Generation im Saal. Schnell war klar: Das eigene Hirn ist zu langsam, die Finger des Meisters sind zu schnell. Selbst als Cüppers einen Trick in Zeitlupe - wunderbar, sogar der Ton war verzerrt - präsentierte, waren die Zuschauer begeistert, aber ratlos: Wie geht das denn? Cüppers klärte als "Dick Macy" einen Mord (der Übeltäter saß sogar im Publikum), Cüppers las als "Walnussen III" Gedanken wie kein Zweiter. Er hielt stets Ausschau nach hübschen Assistentinnen, schenkte diesen zuerst seine Aufmerksamkeit und dann dies und das. Er forderte später alles wieder zurück, hinterließ so auch keine verräterischen Spuren.

 

Kinderzaubern Zaubertage Ingolstadt, November 2017
Jule Brümmer (7) aus Ingolstadt: Das mit der Uhr war am besten, weil sie immer verschwunden ist. Und Hasi war gar kein Hase. Er stand auf zwei Beinen. Und ich habe schon einen echten Hasen gesehen. Nele Brümmer (7) aus Ingolstadt: Der Trick mit den Malbüchern, in denen bunte und weiße Seiten waren, fand ich am besten. Auch wenn es toll war, werde ich nicht Zaubererin, sondern Reitlehrerin.
oliver konze (oliver konze)
Ingolstadt

Natürlich gab es abends Erwachsene, die - wie die Kinder am Nachmittag - glaubten, einen Trick durchschaut zu haben. Doch Cüppers, der als Russe und Amerikaner coole Geschichten erzählte und dabei stets die Hauptrolle spielte, ließ sich nicht in die Karten blicken. Sogar der einfache Trick, ein rotes Tuch verschwinden und dafür ein Ei auftauchen zu lassen, warf Fragen auf und ließ schweigende Zuschauer zurück - obwohl der Meister offen zeigte, wie er das Tuch von hinten durch ein Loch in das Ei stopfte. Doch plötzlich war das Loch weg, das Ei war echt, das Loch klebte an seiner Stirn. Und genau dort zog er dann das Tuch hervor. Wie geht das denn?

Lauter ging es nachmittags zu, als Sven Catello Seile verknotete, die Knoten verschob oder verschwinden ließ, Seile trennte und zusammenfügte. Alles mit einer schnellen Handbewegung. Und immer wieder auf oder vor der Bühne: "Hasi" ein Hase, der eigentlich ein Kaninchen war. Oder doch nicht?
 

Umfrage Kinderzaubern, Zaubertage Ingolstadt, November 2017
Benjamin Horvat (7) aus Ingolstadt: Der Zauberer hat alles gut gemacht, vor allem das mit dem Seil am Schluss war super. Ich war nicht das erste Mal bei einem Zauberer, un dich glaube, dass er zaubern kann.
oliver konze (oliver konze)
Ingolstadt

Gestern Abend beendete Michelle Spillner die Zaubertage. Im Altstadttheater hieß es "Alles Lüge - echt wahr!" Es waren aber keine Lügen, es waren einfach Illusionen. Wie geht das denn? Egal. Zauberhaft war's.
 

Umfrage Kinderzaubern, Zaubertage Ingolstadt, November 2017
Noah Ensinger (4) aus Ingolstadt: Am besten war das mit der Uhr am Anfang. Weil die nicht am Arm geblieben ist, sonder immer verschwunden ist und dann am Rücken geklebt hat.
oliver konze (oliver konze)
Ingolstadt