Ingolstadt: Kampf dem illegalen Müll
So ist es richtig: Artur Weber entsorgt seine leeren Flaschen im Glascontainer am Hallenbad. - Foto: Eberl
Ingolstadt

Seit Januar werden die Glascontainer in Ingolstadt öfter entleert. Neben dem regulären vierwöchigen Entleerungsturnus fährt die Betreiberfirma Veolia nun stark frequentierte Standorte zweiwöchentlich, manche sogar wöchentlich an. Das System hat sich nach Einschätzung der Kommunalbetriebe bewährt. Zudem reinigt die Firma Veolia ab Anfang April nach und nach jeden Container.

Den vermehrt auftretenden wilden Ablagerungen an Containerstandorten gehen die Kommunalbetriebe mit intensivierten Überwachungen nach. "Unser Dank gilt der Bevölkerung. Mit ihrer Hilfe konnten wir bereits mehrere Personen, welche ihren Abfall einfach neben die Container stellen, feststellen", so Thomas Schwaiger, Vorstand der Kommunalbetriebe. Parallel lassen die Kommunalbetriebe verschiedene Containerstandorte hinsichtlich illegaler Müllablagerung überwachen und konnten hier ebenfalls Erfolge verzeichnen.

Die wilden Ablagerungen gelten als Ordnungswidrigkeit und werden dementsprechend geahndet. Illegal abgelagerte Abfälle sind zum einen eine Gefahrenquelle und verursachen zum anderen bei Reinigung und Entsorgung, die von der Allgemeinheit getragen werden müssen. "Es kann nicht sein, dass alle für den Abfall eines Einzelnen zahlen müssen. Stillschweigend den Abfall wegzuräumen, ist hier nicht der richtige Ansatz. Daher unser Appell an die Bevölkerung, unsere zahlreichen Entsorgungsmöglichkeiten zu nutzen", so Schwaiger weiter. Die Kommunalbetriebe bitten auch weiterhin um Hinweise auf illegale Ablagerungen. Mit der Meldung des Autokennzeichens können weitere Schritte eingeleitet werden. Die Kontaktdaten befinden sich an den Containern.

Seit Sommer vergangenen Jahres sowie zum Jahreswechsel gab es einige Unstimmigkeiten in Bezug auf die Altglascontainer und deren Standorte. Nachdem eine private Entsorgerfirma im Sommer 2016 etwas mehr als 20 Altglascontainer auf privaten Standorten abgezogen hatte, wurden Altglas und andere Abfälle häufiger illegal abgestellt.

Die in Ingolstadt anfallende Altglasmenge von mehr als 3000 Tonnen im Jahr musste mit weniger Abfallcontainern gesammelt werden. Daraufhin wurden nach Verhandlungen der Kommunalbetriebe mit dem Dualen System Deutschland und den Grundstückseigentümern an 14 Standorten kommunale Glascontainer auf Privatgrundstücken aufgestellt. Somit stehen im gesamten Stadtgebiet nun 113 dezentrale Container für die Sammlung und Entsorgung von Altglas zur Verfügung.

An den Standorten der kommunalen Altglascontainer, die auf öffentlichen Grundstücken stehen, ändert sich nichts. Alle aktuellen Standorte der Altglascontainer sind in der INKB-Abfallplaner-App aufgezeichnet und im Internet unter www.in-kb.de/container zu finden. Die App steht unter www.in-kb.de/app zum Download zur Verfügung. Für Fragen halten sich die Abfallberater der Kommunalbetriebe telefonisch unter (0841) 305-37 21 bereit.