Eberl, Stefan, Ingolstadt
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Robert Kürzinger kann mit dem 20:39 gut leben: „Ich hätte mit einer noch viel höheren Niederlage gegen den Tabellenersten gerechnet“, sagt der Mailinger nach dem Spiel. Er ist einer der vielen eingefleischten Fans der Herzöge. Kein Wunder: Sein Sohn Simon ist Verteidiger bei den Dukes. Kurz vor und nach der Heimpartie läuft der 20-Jährige in voller Montur hinauf zur Tribüne und klatscht ab mit seinem Vater und den anderen rund 20 Anhängern des eigens gegründeten „Kürzi-Fanclubs“.

Wie Robert Kürzinger zeigen sich auch viele andere Fans der Dukes überrascht vom guten Start der Ingolstädter in der German Football League. „Wer hätte das gedacht, dass es die Dukes in ihrer ersten Saison in der Bundesliga nun bis in die Play-offs schaffen können“, meint Bernhard Herker (25) aus Rain. Er ist gespannt, wie sich der Ersatzmann von Quarterback Rick Webster schlagen wird. Dieser hat derzeit massive Knieprobleme, weshalb ihm die Ärzte ein absolutes Spielverbot erteilten. Er fehlt dem Aufsteiger wahrscheinlich bis zum Saisonende.

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„Es ist schade, dass Rick nicht mehr spielen kann, denn er war der wichtigste Mann im Team“, findet Herker. Der junge Mann ist mit seinem Vater und seinem Freund Patrick Bock zum AOK-Familienfest am Samstag gekommen. „Wir haben in dieser Saison jedes Spiel der Dukes angeschaut“, sagt der 23-Jährige aus Kaisheim.

Ingolstadt: Ein (fast echter) Herzog für die Herzöge war bei der Heimpartie gegen Schwäbisch Hall ebenso dabei wie ein Fanclub aus Mailing (oben und Mitte rechts).
Ein (fast echter) Herzog für die Herzöge war bei der Heimpartie gegen Schwäbisch Hall ebenso dabei wie ein Fanclub aus Mailing (oben und Mitte rechts). Die Anhänger feuern Verteidiger Simon Kürzinger (Mitte links) an. Mit einem Football konnten die Besucher des Familienfestes werfen.
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Bock und Herker werfen auf dem Trainingsplatz der Herzöge neben dem ESV-Stadion mit einem rund 400 Gramm schweren Football auf ein Tor. Auf eine Geschwindigkeit von 53 Kilometer pro Stunde bringt es Bernhard Herker. Maximilian König hat das Nachsehen. 50 km/h zeigt das Geschwindigkeitsmessgerät bei dem Dukes-Spieler an. „Im Werfen bin ich nicht besonders gut“, räumt der Verteidiger ein.

Auch beim Dosenwerfen und bei einem Weitschusswettbewerb mit dem Football (in der Halbzeitpause des Spiels gegen die Schwäbisch Hall Unicorns) können sich die Besucher des Familienfests messen. Oder einfach auf einem der extra aufgestellten Bierbänke vor dem Stadion fröhlich feiern. Über ein „schönes Fest“ freut sich dann auch der Ingolstädter AOK-Marketingleiter Rainer Stegmayr.

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Richtig Stimmung kommt auf, als die Spieler durch ein Spalier der Cheerleaders, der Ingolstädter Stadtwache und mit Maskottchen Jolinchen einlaufen. Rhythmisches und lautstarkes Klatschen auf der Tribüne folgt. „Die Stimmung ist bei uns immer hervorragend“, sagt Robert Kürzinger.

Dann die Niederlage. „Wir feiern aber trotzdem gemeinsam, weil wir eine große Familie sind“, meint Marcus Seidl und fügt an: „Wir haben eine tolle Mannschaft, eine tolle Fangemeinde und ein Team, dass die Mannschaft super versorgt.“ Football gefalle ihm deshalb, weil es eine schnelle, körperbetonte und unterhaltsame Sportart sei, findet der Ingolstädter.

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Er schaut sich vor dem Spiel am Stand mit den vielen Fanartikeln um. Johanna Schwarz verkauft sie. „Alle Achtung vor den Leistungen der Jungs nicht nur in dieser Saison“, sagt sie und zeigt ein Fanshirt mit der Aufschrift: „One team, one mission, one family“. So lautet auch das Motto der Dukes.