Hepbergs Bürgermeister Albin Steiner.
Gerstmayer
Hepberg
Als Urgestein der Kommunalpolitik sieht sich Bürgermeister Albin Steiner. Seit 1978 sitzt er im Hepberger Gemeinderat, 1990 rückte er zum CSU-Fraktionsvorsitzenden auf. Schon damals sei er als Bürgermeisterkandidat im Gespräch gewesen. „Ich wollte jedoch nur als Hauptamtlicher antreten“, erzählt Steiner. Deshalb habe er lange Jahre auf das Amt verzichtet. 

Erst nachdem der Gemeinderat die entsprechenden Grundlagen geschaffen hatte, trat er an. Albin Steiner lenkt seit 2008 die Geschicke der Gemeinde Hepberg.

Hepberg ist flächenmäßig die kleinste Gemeinde Oberbayerns. Noch vor 50 Jahren gehörten Teile davon zu Lenting. Heute ist die Ortschaft von allen Seiten eingegrenzt – die Autobahn, der Standortübungsplatz und Lenting umrahmen das Dorf. „Trotzdem wollen wir wachsen“, sagt Steiner und berichtet von einem deutlichen Einwohnerzuwachs. Momentan zählt die Gemeinde rund 3000 Einwohner. Persönlicher Kontakt zu den Bürgern ist dabei dem Rathauschef besonders wichtig. 

 

Das ist schon geschafft

 
  • Gemeindezentrum: Ab 2013 wurde an der alten Kirche ein Dorfplatz angelegt. Die Fertigstellung war 2014. „Das ist der ursprüngliche Dorfkern, das alte Zentrum von früher“, so Steiner. Die romanische Kirche wurde wohl im 11. oder 12. Jahrhundert erbaut.
 
  •  Umgestaltung Friedhof: Laut dem Bürgermeister wurde der bestehende Friedhof erheblich erweitert. „Einzigartig ist eine Urnengrabanlage“, sagt der Rathauschef nicht ohne Stolz. Eine Urnenwand sei öfter zu finden, eine Grabanlage jedoch nicht. Da immer mehr Hinterbliebene nicht am Ort wohnten oder kaum Zeit hätten, werde das Problem Grabpflege damit sehr gut gelöst. „Derzeit suchen wir noch eine Gärtnerei für den Pflegeauftrag“, so Steiner.
 
  • Rathauserweiterungsbau: Da das bestehende Verwaltungsgebäude zu klein war, entschloss sich die Gemeinde, einen Erweiterungsbau zu erstellen. Dieser wurde 2016 bezogen. Für das Servicezentrum im Erweiterungsbau soll es eine formelle Inbetriebnahme im Rahmen eines Tags der offenen Tür geben. 
 
  • Verkehrsüberwachung: Wie kaum eine andere Gemeinde ist Hepberg vom Durchgangsverkehr betroffen. Die Gemeinde arbeitet hier seit 2016 mit dem Zweckverband kommunale Verkehrsüberwachung Südostbayern zusammen. „Mit der Situation beim fließenden Verkehr sind wir sehr zufrieden“, sagt der Bürgermeister. Problem sei der ruhende Verkehr. Da die Angestellten des Zweckverbandes am Wochenende kaum arbeiteten, gebe es in diesem Zeitraum oft eine „wilde Parkerei“. Laut Steiner ist im Rathaus bekannt, wie viele Tage die Verkehrsüberwachung pro Monat tätig ist. Die genauen Einsatzzeiten werden vom Zweckverband jedoch nicht mitgeteilt.
 

Das steht noch auf der Agenda

 
  •  Weberkreuzung: Der Umbau der Weberkreuzung, die flächenmäßig zu Hepberg gehört, sollte schon längst im vollen Gang sein. Der Ost-West-Verkehr, so der Plan, soll künftig als Unterführung geleitet werden. Zusätzlich gibt es noch Abbiegespuren, die auf den Wiesen südlich und nördlich der Kreuzung errichtet werden sollen. Ein Eigentümer dieser Flächen hat beim Verwaltungsgericht dagegen geklagt. Solange das Gericht keine Entscheidung gefällt hat, können die Bauarbeiten auch nicht beginnen.
 
  •  Kinderbetreuungsstätte: Laut Bürgermeister Albin Steiner macht das Wachstum der Gemeinde einen Kindergartenneubau nötig. Derzeit gebe es noch eine vom Landratsamt genehmigte dreijährige Sondergenehmigung. Nötig seien auch eine Kindertagesstätte und eine Erweiterung der Schule (siehe Schulhauserweiterung). Der Standort für die neue Kindertagesstätte steht noch nicht fest. Favorit sei die freie Fläche neben dem Feuerwehrgerätehaus.
 
  • Bauland: „Wir wollen weitere Baugebiete ausweisen“, kündigt der Bürgermeister an. Die Gemeinde wolle wachsen, weshalb auch der Ankauf von Grundstücken auf der Agenda stehe. Allerdings sei es nicht gerade einfach, neue Flächen zu finden, so Steiner.
 
  • Schulhauserweiterung: Wegen des Einwohnerzuwachses ist eine Erweiterung der bestehenden Grundschule dringend erforderlich. „Wir müssen künftig alle Jahrgänge zweizügig fahren“, schildert Bürgermeister Albin Steiner die Situation. Das jetzige Gebäude sei für acht Jahrgangsklassen zu klein. Deshalb wird dem Rathauschef zufolge nach Ideen gesucht, um das bestehende Gebäude auszubauen.