spider murphy gang, manschuko manching, 2017
Ein Höhepunkt der Manschuko-Feierlichkeiten 2017: der Auftritt der Spider Murphy Gang im Rahmen des 50-Jahre-Jubiläums der Manchinger Faschingsgesellschaft.
Schmidtner, Max, Manching (Schmidtner, Max, Manching)
Manching
Die Vorbereitungen auf die närrische Zeit wurden, wie Manschuko-Präsident Roland Spies in einem Gespräch andeutete, bereits vor dem Jubiläumsfest gestartet und liefen während des Festes weiter.

Die Trainerinnen studierten mit der Garde den obligatorischen Gardetanz und den Showteil ein, die Musik - ein tragendes Element, um das Tanzprogramm beim Publikum gut herüberzubringen - wurde mit dem Tontechniker zusammen geschnitten, Orden entworfen, Termine bei der Schneiderin mit Stoff- und Kostümauswahl besprochen und natürlich Auftrittspläne erstellt. "Es war viel Arbeit, und einige aus dem Komitee brauchten Überzeugungskraft, um Burschen und Mädels dazu zubringen, bei der Garde mitzutanzen", erzählt Spies. Ganz nebenbei: Auch ein neues Prinzenpaar wurde gesucht - und gefunden.

Beim Rückblick auf das Gründungsfest mit Volksfestcharakter sagt Spies: "Obwohl die Vorbereitung ein Jahr in Anspruch genommen hat, haben der Festausschuss und ich trotz des enormen Zeit- und finanziellen Aufwandes nichts bereut."

Eine besondere Anerkennung sprach Spies Mitorganisator Bernd Winkelbeiner aus, der Kontakte zu über 100 Vereinen und befreundeten Faschingsgesellschaften geknüpft hat, die dem Umzug durch Manching eine besondere Note verliehen. Auch das bunte Bild aller noch lebenden Prinzenpaare der ersten 50 Manschuko-Jahre trugen dank Winkelbeiner zur Bereicherung bei. Das Konzert der Spider Murphy Gang, das trotz manches Pessimisten ein Riesenerfolg wurde, geht in die Annalen von Manschuko (und auch von Manching) ein. Spies möchte eines aber auch nicht versäumen: "Vielen Dank an die Bevölkerung für die rege Teilnahme am Straßenrand beim Umzug."

Während Manschuko derzeit die vereinsinterne Chronik neu schreibt, sieht Spies einen neuen Zeitgeist und Ideen kreativer Köpfe. "Sie werden den Fasching in seiner Gesamtheit umkrempeln", glaubt Spies. "Manschuko wird sich verändern und muss sich der Zeit anpassen. Erste Auswirkung ist die Veranstaltung "Nacht der Garden" im Festsaal des Stadttheaters in Ingolstadt. "Der Galaball im gehobenen Ambiente hat mit dem Gardetreffen vergangener Jahre nicht mehr viel zu tun. Sein Unterhaltungswert hat ein neues Niveau erreicht." Eine Faschingsgesellschaft wie Manschuko müsse langfristig das Klischee ablegen, nur organisierte Fröhlichkeit mit Tanz und Verleihung einiger Orden zu bieten.

Nach dem Ball der Marktgemeinde am kommenden Samstag steht die "Nacht der Garden" mit Verleihung des Keltischen Hausordens am 19. Januar auf dem Programm. Ein weiteres Highlight dürfte für die Manchinger der Auftritt in der Bayerischen Landesvertretung in Berlin Ende Januar werden.