Ein großes Maß an Freiheit
Ingolstadt (DK) Finanzkrise hin, technologischer Wandel her: Die Mitbestimmung in den Betrieben ist ein wichtiger Erfolgsfaktor in der Wirtschaft. Darüber waren sich die Teilnehmer bei einer Podiumsdiskussion einig, die gestern zur Feier des 60-jährigen Bestehens der Arbeitnehmervertretung bei Audi veranstaltet wurde.
In der anschließenden, vom Wirtschaftsjournalisten Adrian Dunskus moderierten Diskussion, berichtete der Vorsitzende der IG Metall Deutschland, Berthold Huber, über die zentralen Probleme in den Betrieben. Demnach seien Beschäftigungsthemen wie die Ausbildung und die betriebliche Übernahme der jungen Mitarbeiter am drängendsten. Wichtig sei zudem, dass die Unternehmensstrukturen es ermöglichten, dass die Beschäftigten eigene Ideen offen formulieren und einbringen könnten. "Bei Audi gibt es das", lobte der IG-Metall-Chef.

Lob für Audi: Der Vorsitzende der IG Metall Berthold Huber (am Mikrofon) würdigte die Möglichkeiten, dass die Beschäftigten eigene Ideen offen formulieren und einbringen könnten. - Fotos: Stadik
Der Soziologe Klaus Dörre von der Universität Jena warnte allerdings davor, dass die Anzahl der mitbestimmten Betriebe schrumpfe. "Es besteht die latente Gefahr, dass die Eliten glauben, darauf verzichten zu können", beobachtet der Wissenschaftler. Johann Horn, der 1. Bevollmächtigte der IG Metall Ingolstadt eröffnete schließlich die Wanderausstellung "60 Jahre Arbeitnehmervertretung", die Auszubildende zusammengestellt hatten.
Von Michael StadikKommentare
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