Zum Freundschaftsschießen mit Blasrohr, Lichtgewehr und Bogen sind Soldaten der Patenkompanie von den Gebirgspionieren aus Ingolstadt und Zivilisten aus Pförring im Schützenheim von Immergrün Pförring angetreten.  Gebannt verfolgten die Soldaten die Demonstration von Schützenmeister Karl-Heinz Kraft am Blasrohr..
Zum Freundschaftsschießen mit Blasrohr, Lichtgewehr und Bogen sind Soldaten der Patenkompanie von den Gebirgspionieren aus Ingolstadt und Zivilisten aus Pförring im Schützenheim von Immergrün Pförring angetreten.  Gebannt verfolgten die Soldaten die Demonstration von Schützenmeister Karl-Heinz Kraft am Blasrohr.
Kügel
Pförring
Heraus kam eine Begegnung auf Augenhöhe – sportlich wie zwischenmenschlich.

 

15 Soldaten der 2. Kompanie des Gebirgspionierbataillons 8 aus Ingolstadt und 24 Zivilisten (Mitglieder des Schützenvereins, des Krieger- und Soldatenvereins sowie des Marktgemeinderats) konnte Schützenmeister Karlheinz Kraft vor wenigen Tagen zum Freundschaftsschießen im Immergrün-Schützenheim begrüßen. „Mit dem Wettbewerb soll eine Tradition fortgesetzt werden, die in Pförring schon mit der früheren Patenkompanie 20 Jahre gepflegt wurde“, sagte Kraft.

Um den geübten Luftgewehrschützen keinen Heimvorteil zu gewähren, verzichteten die Gastgeber nicht nur auf ihre Wettkampfkleidung, sondern hatten auch drei ungewöhnliche Turniere vorbereitet. Lichtgewehrschießen mit Auflage, Bogenschießen über kurze Distanz und Blasrohrschießen – eine Disziplin, die auch den eifrigsten Schützen neu war.

Als Bürgermeister Bernhard Sammiller sagte, der Schießwettbewerb diene wie zuletzt die Fußballfreundschaftsspiele der Belebung der Patenschaft und sei „kein bierernster Wettbewerb“, erscholl aus den Reihen der Soldaten ein vielstimmiges „Oh doch!“ Denn der Spieß hatte seine Männer offenbar auf Sieg eingeschworen. Nach einer Führung durch die im Vorjahr erneuerte Schießanlage ging es an den drei Stationen entsprechend konzentriert und ehrgeizig zur Sache. Dazwischen blieb beim gemeinsamen Abendessen ausreichend Gelegenheit zum Gespräch über alte Wehrpflichterlebnisse und heutige Bundeswehr-Erfahrungen.

Als Kraft schließlich bekannt gab, dass Spieß Rainer Kemel beim Blasrohrschießen mit 50 von 50 möglichen Ringen gewonnen hat, war das Hallo bei seinen Männern groß. Auch beim Bogenschießen gewann mit Jens Lock ein Schütze aus den Reihen der Soldaten (45 von 50 Ringe). Beim Lichtgewehrschießen spielte Günter Möckel vom SV Immergrün seine Routine aus und erzielte 89 Ringe.

Im Einzelvergleich belegte Jens Lock mit 172 Ringen den ersten Platz. Zweiter wurde Günter Möckel mit 169 Ringen. In der Mannschaftswertung, bei der die jeweils besten fünf Ergebnisse zählten, lagen die Gastgeber mit 826 zu 821 Ringen vorne. „Als „Begegnung auf Augenhöhe“ wertete Schützenmeister Kraft den Wettbewerb. Er hoffe, dass damit eine Freundschaft begründet worden sei.

„Das war eine super Sache, die uns allen sehr viel Spaß gemacht hat“, meinte der stellvertretende Kompaniechef Nico Haupt. Deshalb freue er sich auf ein Wiedersehen. Das wird nicht allzu lange auf sich warten lassen: Denn Ende Oktober trifft man sich auf Einladung der Patenkompanie zur Rückrunde auf dem Schießplatz in Hepberg.

Bürgermeister Bernhard Sammiller dankte dem Schützenverein für die Ausrichtung des gelungenen Abends. Als Preis für den Sieger aus beiden Wettbewerben lobte er einen Zuschuss von 150 Euro für die Weihnachtsfeier aus.