Laut Bericht der Beamten war die Autobahn für kurze Zeit gesperrt.

Am Samstagabend waren bei der Einsatzzentrale mehrere Notrufe eingegangen, denen zufolge ein Geisterfahrer auf der A9 zwischen den Anschlussstellen Denkendorf und Altmühltal auf der Richtungsfahrbahn Nürnberg in verkehrter Richtung unterwegs war. Hauptsächlich im zweispurigen Bereich des Kindinger Berges war es laut Polizei mehrfach zu erheblichen Gefährdungen gekommen. Wie es weiter im Bericht heißt, gelang es mehreren koordiniert eingesetzten Streifen, den Geisterfahrer, der in einem blauen BMW 320 unterwegs war, auf Höhe der Anschlussstelle Denkendorf zu stoppen. Der 27-jährige Fahrer wollte oder konnte sein Auto selbstständig nicht verlassen, Beamte mussten ihn auf der kurzzeitig komplett gesperrten Autobahn aus seinem Fahrzeug ziehen. Ein Alkotest bei dem Mann, der im Landkreis Eichstätt wohnt, ergab fast 2,5 Promille. Im Bericht der Beamten heißt es, dass der 27-Jährige seine frisch erworbene Fahrerlaubnis abgeben und sich einer Blutentnahme unterziehen musste. Ob dem Mann neben den strafrechtlichen Konsequenzen auch sein Auto weggenommen werden könne, entscheide demnächst die zuständige Staatsanwaltschaft Ingolstadt.

Die Verkehrspolizei Ingolstadt will nun die durch den Geisterfahrer massiv gefährdeten Autofahrer, die sich über Notruf gemeldet hatten, als Geschädigte ermitteln. Außerdem wird nach einer Unfallstelle gesucht, da der blaue BMW einen frischen Streifschaden auf der rechten Seite hatte, dessen Herkunft bislang ungeklärt ist.