Bis zu 160 Schweine sollen dort nach Biolandrichtlinie gehalten werden. Der Antrag löste in der Sitzung Verwunderung aus, weil derselbe Bauer bereits 2014 und 2016 den Neubau einer landwirtschaftlichen Halle auf einer weiter vom Dorf entfernten Hoffläche beantragt hatte. Darin war eine Mischtierhaltung mit 95 Mast- und zehn Mutterschweinen sowie 100 Ferkeln vorgesehen. Bürgermeister Alfred Ostermeier empfahl die Ablehnung des Antrags: In unmittelbarer Nachbarschaft befinde sich das neue Baugebiet "Im Lehen", für dessen Bebauungsplan das Aufstellungsverfahren fast abgeschlossen sei. Der Schweinestall sei mit den Interessen der künftigen Nachbarn dort nicht zu vereinbaren. Auch die Abstände zur bestehenden Bebauung seien zu gering, sodass mit einer "unzumutbaren Geruchsbelästigung" zu rechnen sei. Wohnhäuser und Sportheim samt Terrassenbetrieb seien nur 100 Meter entfernt, und der Festplatz grenze an. Zudem liege das Grundstück im Wasserschutzgebiet. Und schließlich fehle es an der Anbindung an die Wasserversorgung. Der Gemeinderat folgte einstimmig der Argumentation Ostermeiers und verweigerte das gemeindliche Einvernehmen.

In einer früheren Sitzung hatten die Räte für die Hoffläche des Landwirts im Außenbereich die Aufstellung eines Bebauungsplanes und eine Veränderungssperre beschlossen. Nach Beratung mit dem Landratsamt habe sich herausgestellt, dass eine Verknüpfung der Bebauungspläne "Im Lehen" und "Geisrücken" weder zweckmäßig noch gerichtsfest sei, so Ostermeier. Deshalb wurden beide Beschlüsse aufgehoben.