Mittwoch, 30.05.2012 |

 

08.12.2011 18:15 Uhr | 104x gelesen
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"Kalte Wärme" von der GSB?


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Baar-Ebenhausen (DK) Als erste Gemeinde im Landkreis Pfaffenhofen lässt Baar-Ebenhausen ein Gesamtenergiekonzept erstellen. Der Vertrag wurde gestern unterzeichnet, Ergebnisse werden Mitte 2012 erwartet. Die Bürgerinitiative zur Kontrolle der GSB ist skeptisch.


Baar-Ebenhausen: "Kalte Wärme" von der GSB?
 
Am Beginn stand für Bürgermeister Ludwig Wayand eigentlich nur der Gedanke, die Abwärme der GSB für kommunale Gebäude zu nutzen. „Aber dann kam Fukushima“, erzählte er vor der Vertragsunterzeichnung – und ein Umdenken. Jetzt, ein Jahr später, wurde ein Gesamtenergiekonzept auf den Weg gebracht, das nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Horst Seehofer zur Hälfte der Freistaat zahlt. „Und die zweiten 50 Prozent werden aufgeteilt zwischen der Gemeinde und der GSB“, freut sich Wayand.

Prof. Markus Brautsch von der Hochschule Amberg-Weiden hat schon über 100 solche Untersuchungen in Bayern gemacht. „Baar-Ebenhausen ist im Landkreis ein Jahr voraus, die anderen 18 Gemeinden werden folgen“, sagte er. In fünf Schritten will das Mitglied des Kompetenzteams um Seehofer und Experte für erneuerbare Energien vorgehen: Die Analyse, wo wie viel Energie verbraucht wird, die Einsparpotenziale (Wärmedämmung, Effizienzverbesserung), weitere Potenziale (Sonnenenergie, Wärmepumpen), ein Wärmekataster und eine Berechnung der Gesamtkosten („Was kann man wirtschaftlich realisieren“) und schließlich der Zeit- und Projektplan. Großes Lob zollte er der Gemeinde: „Wir haben die Daten noch nie so schnell bekommen wie in Baar-Ebenhausen.“

Der Hilpoltsteiner Umweltingenieur Helmut Neuweg, der die Gemeinde auch berät, wies auf die Einsatzmöglichkeiten der sogenannten „kalten Wärme“ hin. Darunter versteht man Abwärme, die keine 90 Grad, wie sonst bei Fernwärme üblich, sondern 40 oder 50 Grad hat. Laut Neuweg gibt es mittlerweile durchaus in der Praxis erprobte technische Möglichkeiten, diese Energie, wie sie beispielsweise auch am Ende des Prozessablaufs bei der GSB anfällt, sinnvoll zu nutzen.

Diese ganzen Überlegungen passen laut Richard Becker durchaus in das Konzept der GSB. Nach Angaben des Geschäftsführers der Sondermüllverbrennungsanlage werde bereits jetzt Strom ins Netz eingespeist, der gut 3000 Haushalte versorgen kann.

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Von Bernhard Pehl

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