Danach werden die Gewerbesteuereinnahmen bis Jahresende voraussichtlich von zwei auf 2,4 Millionen Euro steigen. Einkommensteueranteil und Gewerbesteuerumlage werden geschätzt jeweils um gut 100 000 Euro zunehmen, die Grunderwerbsteuer um rund 80 000 Euro. Statt einer Viertelmillion werden wohl 800 000 Euro vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführt, die Entnahme der Rücklage wird voraussichtlich rund drei Millionen Euro betragen. An die 4,4 Millionen wird Baar-Ebenhausen am Jahresende noch auf der Bank liegen haben.

Das geplante Ärztezentrum an der Brückenstraße musste schon etliche Verzögerungen hinnehmen. Doch allmählich nimmt die Sache Gestalt an. Der Initiator, Siegfried Jedamzik (Foto), stellte das Projekt jetzt vor. Wie er sagte, herrsche in Bayern ein großer Hausärztemangel, er bekomme täglich Anfragen. In Ingolstadt beispielsweise werden in den nächsten Jahren sieben Hausärzte aufhören, wobei noch nicht klar sei, wie diese ersetzt werden können. In Baar-Ebenhausen dagegen soll an der Brückenstraße ein Ärztezentrum entstehen. Zwei Ärztinnen sollen Dienst in einer Allgemeinarztpraxis tun, die mit Praxen aus Ingolstadt ein Medizinisches Versorgungszentrum bildet. Im selben Haus ist auch eine Apotheke geplant. Der erste Stock dient der Telemedizin. Unter Telemedizin versteht man die Diagnostik und Therapie unter Überbrückung einer räumlichen oder auch zeitlichen Distanz zwischen Ärzten und Patienten - mithilfe der Digitalisierung. Ein Dutzend Arbeitsplätze sollen entstehen, das jetzige Zentrum am Westpark bleibt. Im Winter ist der Innenausbau geplant, die Eröffnung Mitte 2018. Laut Wayand ist damit die Grundversorgung der Bevölkerung in Baar-Ebenhausen sichergestellt.

Jedamzik selbst wird schwerpunktmäßig in Ingolstadt bleiben und kommt einen Tag in der Woche nach Baar-Ebenhausen. Der niedergelassene Arzt für Allgemeinmedizin in Ingolstadt ist seit 1986 Vorstandsmitglied des Ärztlichen Kreisverbandes Ingolstadt-Eichstätt. 1999 gründete er das Praxisnetz GOIN. Neben der Beratung von Organisationen im Gesundheitswesen bezüglich Integrierter Versorgung und E-Health beschäftigt er sich mit der Entwicklung Integrierter Versorgungsstrukturen. Zudem ist er in nationalen E-Healthgremien im Bereich Telematik vertreten, ist Gründungsmitglied und Geschäftsführer der Baymatik - Bayerische Modellregion Telematik. Im Juli 2012 rief er die Bayerische Telemed-Allianz in Ingolstadt ins Leben, die als Kompetenzplattform telemedizinische Projekte und Initiativen in Bayern vernetzt sowie Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen initiiert.

In Sachen Seehaus wurde jetzt auch eine Lösung gefunden. Wie bereits angekündigt, will der Theaterverein das Gebäude als Lagerfläche nutzen. ‹ŒFoto: Bird