Baar-Ebenhausen: Vier Standorte zur Auswahl
Foto: Ramona Schittenhelm
Baar-Ebenhausen
  •  Aussegnungshalle: Am Gemeindefriedhof im Ortsteil Baar befindet sich eine Aussegnungshalle. Immer häufiger wird diese laut Bürgermeister Ludwig Wayand (CSU) auch zur Abhaltung von Trauerfeierlichkeiten genutzt. Da diese damals in sehr offener Bauweise erfolgte, müsse man sich hier baldmöglichst Gedanken machen, wie man das Bauwerk umgestalte. Ziel müsse es sein, einen nahezu geschlossenen Raum zu erhalten, erklärte Wayand im Rahmen der Sondersitzung.

 

  • Münchner Straße: Die Sanierung der ehemaligen Bundesstraße - also der Münchner Straße - im südlichen Ortsbereich steht an. Im Bereich zwischen Bahnbrücke und Kolpingstraße ergibt sich aufgrund von mehreren Asphaltschichten eine Höhensteigerung in Richtung Ortsmitte von 40 bis 60 Zentimetern. Da dies früher eine nicht in Gemeindebesitz befindliche Straße war, ergaben Verhandlungen mit der übergeordneten Behörde die Zuordnung in ein anderes Förderprogramm. Damit, so der Bürgermeister, könne man die Straße vom Aufbau her für die Gemeinde selbst kostengünstiger sanieren. Die Maßnahmen kosten rund 1,3 Millionen Euro. Die Begleitmaßnahmen wie zum Beispiel die Verschmälerung der Straße erfordern rund 1,25 Millionen Euro. Inzwischen habe man jedoch auch für die Erneuerung der Straße selbst von der Regierung von Oberbayern eine Zusage auf einen Zuschuss von 50 Prozent, so Wayand.

 

  •  Neubau Schulgebäude: Der Schulhaus-Neubau aus den späten 1980er-Jahren könnte Standort einer überfälligen Mensa werden. Einige Räume im Gebäude seien ungenutzt, würden sich laut Wayand nach Umbaumaßnahmen gut für Lager, Spiel-, Aufenthalts- und Speiseraum eignen. Die bedürfe es in Zukunft immer mehr, da viele Schüler bis in die Nachmittagstunden in der offenen Ganztagsschule zu betreuen sind. Mit entsprechenden hellen Fenstern könnte man die Kellerräume des Schulgebäudes so umgestalten, dass es keiner weiteren Flächenversiegelung durch einen sonst notwendigen Neubau eines Gebäudes bedürfe. Der Bürgermeister regte seine Gemeinderäte an, sich bis zu einer der kommenden Sitzungen Gedanken zu machen. Derzeit betreuen die Mitarbeiter der offenen Ganztagsschule drei lange und zwei kurze Nachmittagsgruppen.

 

  •  Dritte Kindertageseinrichtung: Vier mögliche Standorte stehen im Raum, um die dringend notwendige dritte Kindertageseinrichtung zeitnah zu planen und möglicherweise bereits im September 2019 in Betrieb nehmen zu können. Neben den reinen Baukosten müsse man sich als Gemeinde, so Wayand, selbstverständlich auch über den Gebäudeunterhalt sowie die Kosten und die personelle Besetzung der so entstehenden Gruppen Gedanken machen. Immerhin bedeute es einen Personalmehraufwand von sechs bis acht Personen. Aber: Dieser sei aufgrund der steigenden Zahl an zu betreuenden Kindern notwendig. Bereits mit der Einschreibung 2018 werde man mit der bestehenden Notgruppe wohl nicht mehr auskommen, so der Rathauschef.

Im Zuge der Überplanung würde man im Kirchlichen Kindergarten eine Krippen-, zwei Kindergarten- und eine Integrationsgruppe unterbringen. Der Gemeindekindergarten würde zwei Krippen-, zwei Kindergarten- und eine Integrationsgruppe beherbergen. In der neuen Einrichtung hätte man letztlich zwei Krippen und zwei Gruppen, also Platz für 60 Krippenkinder (bisher 48) und 180 Kindergartenkinder (bisher 150).

Der Standort der neuen Einrichtung sollte auf einer Gemeindefläche erfolgen, die nicht erst angekauft werden müsse. Im Gespräch sind dabei der Verkehrsübungsplatz im Ortsteil Ebenhausen, der möglicherweise die Anbindung an das Nahwärmenetz als Vorteil aufweisen könnte. Der derzeitige Spielplatz in der Rosenstraße, der ohnehin einer Überplanung bedürfe sowie die beiden von Bürgermeister Wayand favorisierten Flächen: An der Siedlungsstraße südlich des Fischerhäusels könnte man die Einrichtung sehr gut nach Fertigstellung der Hochwasserfreilegung angliedern. Mit entsprechenden Parkmöglichkeiten und einer Anlegung des Gartenbereiches könnte man so die Fläche an der Paarbrücke deutlich aufwerten und den benötigten Raum zeitnah schaffen. Die vierte Alternative befindet sich am ehemaligen Bahngelände. Dieses soll zeitnah überplant werden. Im Auge hat das Gemeindeoberhaupt mit seinen Gemeinderäten hier die Schaffung von sozialem Wohnraum, Platz für die örtliche Spielgruppe und einer Möglichkeit für die Vereine. Integrativ könnte man hier auch die dritte Kindertageseinrichtung mit ansiedeln.