Eigentlich wollte ich später aufs Gymnasium, aber ganz Hamburg war im Krieg zerbombt worden." Nachdem die heute 90-Jährige ihren Mann, einen Jetpiloten der Bundeswehr, kennenlernte, war ein Wohnortwechsel fast an der Tagesordnung. "Im Schnitt sind wir alle dreieinhalb Jahre umgezogen", erzählt sie. Das erste Mal kam sie im Jahr 1959 nach Ingolstadt. Es folgten weitere Umzüge in verschiedenste Ecken Deutschlands sowie nach Holland. Letztendlich wurde ihr Mann erneut in Manching stationiert, und sie fasste als Büroangestellte bei Witt Weiden endgültig Fuß in Ingolstadt, wo sie auch ihren Sohn in der Maul-Klinik zur Welt brachte. "Ich rate jungen Menschen, nicht alles so furchtbar ernst zu nehmen und einfach mal locker zu leben", betont sie. Warum sie das Glück eines hohen Alters hat, kann Erika Dornblüth sich nur schwer erklären: "Ich hatte, glaube ich, einfach gute Gene." Und das Wichtigste: Sie sei immer zufrieden mit sich und anderen gewesen. Die innere Einstellung zu sich selbst wirke sich sehr auf das Altwerden aus.