Da werden auch die jungen Gerolfinger neugierig: In der Ortsmitte hat sich einiges getan. Links der Gasthof Meierbeck. - Foto: Rössle
"Die Wirtschaft bleibt, wie sie ist", versicherte der Gerolfinger. Das Lokal werde weiterhin von seiner Mutter betrieben und wie schon seit vielen Jahren nur noch zu besonderen Anlässen geöffnet. Der Landwirt Josef Meierbeck hat seinen neuen Hof am Ortsrand von Gerolfing gebaut.

In der Ingolstädter Denkmaltopografie wird das alte Anwesen als "ein seit Jahrhunderten bestehendes Gasthaus mit landwirtschaftlichem Betrieb" bezeichnet. Im Jahr 1721 wird der Besitz "Taferne" (Tafernwirtschaft) genannt. Der zweigeschossige Bau mit Treppengiebel und Querfirst-Anbau ist denkmalgeschützt.

Die anderen Gebäude des Hofes sind mittlerweile plattgemacht. "Die Bausubstanz war schlecht", weiß Meierbeck, "der Stadel war baufällig." Über seine weiteren Pläne außer dem neuen Austragshaus will der Bauherr nichts sagen.

Für den CSU-Stadtrat Hans Achhammer sind Meierbecks Aktivitäten der Anlass, die schon lange zurückgestellten Pläne zur Neugestaltung des Dorfplatzes auf der gegenüberliegenden Straßenseite wieder aufzugreifen. "Leider sind die damaligen Vorschläge im Archiv der Stadtplanung gelandet und wurden nicht umgesetzt", schreibt er an Oberbürgermeister Alfred Lehmann. Erste Überlegungen stammen bereits aus den siebziger Jahren.

In der Begründung seines Prüfungsantrages weist Achhammer auf mögliche Städtebauförderungsmittel hin. Der CSU-Stadtrat nennt als zweiten Anlass für seinen Vorstoß den Aufstieg des prominentesten Gerolfinger Bürgers. "Durch die Wahl von Horst Seehofer zum bayerischen Ministerpräsidenten rückt Gerolfing automatisch immer mehr in den Blickwinkel der Medien und trägt somit zum Ansehen der Stadt nicht unerheblich bei."