Davon profitiert vor allem das Handwerk, denn zwei Drittel der Jugendlichen lassen sich zum Beispiel als Kfz-Mechatroniker, Metallbauer, Heizungsbauer, Maurer, Tischler, Stuckateur, Fliesenleger oder Bäcker ausbilden. In der Industrie ist der Maschinen- und Anlagenführer der gefragteste Ausbildungsberuf.

27 Abgänger der Berufsintegrationsklassen haben sich für eine schulische Ausbildung entschieden. Hier sind vor allem die Kranken- und Altenpflegehilfe, Kinderpflege und Hauswirtschaft, aber auch die Maschinenbauschule zu nennen. In betrieblichen Einstiegsqualifizierungen als Vorstufe zu einer Berufsausbildung sind 19 Flüchtlinge untergekommen. Sechs gehen in die Wirtschaftsschule und neun nahmen eine Arbeit auf.

42 junge Leute, die zunächst noch keinen passenden Arbeitgeber finden konnten, besuchen eine berufsvorbereitende Maßnahme, die von Arbeitsagentur und Jobcenter finanziert wird. Hier können sie ihr Deutsch verbessern und werden durch Betriebspraktika auf Ausbildung oder Arbeit vorbereitet. Bleiben noch 40 Flüchtlinge, von denen einige weggezogen sind oder nach einer Ablehnung ihres Asylantrags keine Beratungsangebote mehr in Anspruch genommen haben. Insgesamt 18 arbeitswillige Flüchtlinge hatten bereits die Einstellungszusage eines Arbeitgebers, ihnen wurde allerdings von der zuständigen Behörde die Arbeitserlaubnis verweigert.

Claudia Wolfinger, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Ansbach-Weißenburg, freut sich über die große Bereitschaft der Wirtschaft, Menschen mit Fluchthintergrund einzustellen. "Wir wollen alle Möglichkeiten zur Integration von anerkannten Flüchtlingen und solchen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit ausschöpfen", sagt sie.