Weinsfeld: Großer Empfang für den Europameister
Überraschungsempfang in Weinsfeld: Einige Freunde und Verwandte haben den neuen Europameister der Zimmerer, Simon Rehm, bei seiner Ankunft in der Heimat mit großem Jubel willkommen geheißen. Auch ein Team des Bayerischen Fernsehens empfing den 20-jährigen Goldmedaillengewinner, den der herzliche Empfang in dem Hilpoltsteiner Ortsteil sogar zu Tränen rührte. - Fotos: Heubusch, Baumann
Weinsfeld

Schon an allen vier Ortstafeln von Weinsfeld hingen Schilder mit der Aufschrift: „Wir gratulieren unserem Europameister Simon“. Auch der Holzlagerplatz der Zimmerei seines Vaters war mit schwarz-rot-goldenen Fahnen geschmückt.

Neben den Arbeitskollegen von Simon Rehm, seinen Brüdern, seiner Freundin Jessica Hamperl, seinen Eltern und einigen Freunden wartete auch ein Team des Bayerische Fernsehens auf den erst 20 Jahre alten Champion. Der Bericht über ihn wurde gestern Abend in der „Frankenschau aktuell“ gesendet, die aber auch noch im Internet zu sehen ist. Nach diesem fulminanten Überraschungsempfang verriet der frischgebackene Europameister den Gratulanten, wie es ihm in Grenoble ergangen sei: „Es ist ein einmaliges, unbeschreibliches Erlebnis gewesen.“

Dann gab er aber zu, nun doch froh zu sein, dass alles vorüber sei. Schließlich sei es auch sehr nervenaufreibend gewesen, sich so einer Herausforderung zu stellen. Simons Eltern, Martha und Gerhard Rehm, die ihrem Sohn zusammen mit Freundin Jessica und einem der Brüder in Grenoble beigestanden hatten, erklärten den Gästen, dass es bei dieser Meisterschaft vor allem auf handwerkliches Geschick angekommen sei. Bei der nun anstehenden Berufsweltmeisterschaft im nächsten Jahr in Brasilien, bei der Simon Rehm mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut die deutschen Farben vertreten darf, werde dagegen besonderer Wert auf die maschinelle Bearbeitung von Holz gelegt.

Auf die Europameisterschaft seien er und die anderen Teilnehmer der deutschen Nationalmannschaft von mehreren Trainern intensiv vorbereitet worden, erzählte Rehm. Seit September des vergangenen Jahres sei fast jede freie Minute in das Üben von möglichst kniffligen Aufgaben gesteckt worden. Die Mühen haben sich gelohnt.

Simons Vater Gerhard Rehm ließ noch schmunzelnd wissen: „Die Schweiz, die seit mehreren Jahren an der Spitze war, ist heuer leer ausgegangen. Auf Simon lag ein großer Druck, der aber mit dem Sieg in große Erleichterung umgeschlagen ist.“ Und deshalb wurde am Montagabend auf den Europameister angestoßen und noch lange in Weinsfeld gefeiert.