Thalmässing: Sozialwohnungen werden mit Pellets beheizt
Die früheren Mietshäuser im Mühlbachquartier wurden abgerissen, nun sollen hier Sozialwohnungen gebaut werden. Das Gebäude soll mit einem Pelletskessel beheizt werden. - Foto: Steimle
Thalmässing

Es hilft nichts: Die Wärmebelegungsdichte ist schwach, damit steigen die Kosten für eine Verbundvariante deutlich. Umsonst seien die Bemühungen aber nicht gewesen, betonte Küttinger. Man habe versucht, "dem ökologischen Grundgedanken Rechnung zu tragen und ein umweltfreundliches Konzept zu entwickeln".

"Schuld" ist auch der niedrige Ölpreis. Professor Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik fasste noch einmal die Ergebnisse der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung zusammen, in der verschiedene Netze und Heizvarianten verglichen wurden. Dafür wurden die Wärmegestehungskosten gegenübergestellt. Faktoren wie Investitionskosten, Zinsen, Abschreibung auf 20 Jahre, Unterhalt und die Art der Wärmekosten wurden einberechnet. Unschlagbar war dabei der Heizölkessel mit Nettogestehungskosten von 7,5 Cent pro Kilowattstunde. In der zentralen Wärmeversorgung wären es beim Pelletkessel 12,2 Cent und beim Hackgutkessel 11,2 Cent. Diese Kosten steigen, je weniger sich beteiligen wollen.

Um aber die Wirtschaftlichkeit zu garantieren, sei die Anschlussdichte zu niedrig, so Brautsch, daher müsse man mit hohen Verlusten rechnen. Und die wirken sich auf die Förderung aus: Für den Verbund Am Mühlbach liegt der Netzabsatz bei 400 Kilowattstunden, er sollte aber mindestens bei 500 Kilowattstunden pro Jahr und Meter Trasse liegen, sonst sehe es mit der Förderung, etwa durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) schlecht aus.

Im Juli war beschlossen worden, den Heizkessel der Sozialwohnungen mit Hackschnitzeln zu befeuern. Küttinger sprach sich nun für einen Pelletkessel aus. "Eine Hackschnitzelheizung macht eben Geräusche, was in einem Mietshaus nicht so gut ist." Auch der Nachfrage, ob man den nicht einen größeren Hackschnitzelkessel bauen und später weitere Häuser anschließen könne, erteilten Küttinger und Brautsch eine Absage. "Bis wir zwei Privathäuser bauen, müssten wir das Ganze mit drei oder vier Cent jede Kilowattstunde subventionieren", sagte der Bürgermeister und der Energieexperte erklärte, dass der Kessel dann nur in "Teilauslastung" laufen würde, "40 Prozent Verlust sind aber ökologisch nicht sinnvoll, da verbrennen wir einen Haufen Hackschnitzel". Einer Heizung mit Pellets stimmten alle Marktratsmitglieder außer Michael Kreichauf (CSU) zu.

Der Vergangenheit angehören sollen die Internetprobleme in der Stettener Straße, in Göllersreuth und in Waizenhofen und das spätestens am Freitag. Bis dahin wird noch ein Stresstest durchgeführt. Ab dem kommenden Sonntag soll dann in allen fast Ortsteilen schnelles Internet buchbar sein. Sollten Telekom-Mitarbeiter etwas anderes behaupten, so lohne es sich, darauf zu drängen, sagte Küttinger. "Eventuell können sie noch nicht auf aktuelle Daten zugreifen." Nur in Kleinhöbing geht es etwas langsamer: Hier fehlen noch Ersatzteile, wann diese geliefert werden, könne die Telekom nicht sagen.

Die Nachfrage nach Bauland ist in Thalmässing weiterhin groß, wie Bürgermeister Küttinger erläuterte. Darum soll das Baugebiet An der Leiten um einen weiteren Abschnitt nach Osten bis zum Merlesgaßweg um etwa 1,6 Hektar erweitert werden. Planer Christian Klos stellte die Stellungnahmen aus der Beteiligung der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange vor. "Langer Text, kurzer Sinn", sagte der Spalter Architekt angesichts der Tabelle, es gebe kaum Überraschungen. "Das Ganze könnte so beschlossen werden", zeigte sich der Planer zufrieden, "das ist ein gutes Tempo, das wir da hingekriegt haben." Die Zustimmung, den Bebauungsplan zu ändern, erfolgte einstimmig.