Drei Tage werden die Teilnehmer von 55 Jugendfeuerwehren aus dem ganzen Landkreis ihr Zeltlager rund ums neue Feuerwehrhaus in Thalmässing aufschlagen. Am Freitag bereits können die jungen Ehrenamtlichen zwischen 12 und 18 Jahren anreisen und sich kennenlernen. Das sei ohnehin der Hauptgrund, dass die Jugendfeuerwehren Jahr für Jahr dieses Camp veranstalten, erklärt Organisator und Kreisjugendfeuerwehrwart Matthias Hiltner: "Die Feuerwehren im Landkreis müssen früher oder später zusammenarbeiten. Da ist es gut, wenn sich die Jugendlichen vorher schon in zwangloser Atmosphäre kennenlernen." Etwa bei Lagerfeuerromantik, so Hiltner mit einem Augenzwinkern.

Am Samstag wird es dann offiziell: Um 12 Uhr eröffnet der Schirmherr, Landrat Herbert Eckstein, den Kreisjugendfeuerwehrtag. Dann steht eine Rallye durch Thalmässing an, mit kniffligen Fragen und einigen Geschicklichkeitsspielen. Der Hintergedanke hinter dieser Aktion sei auch, dass die Kinder etwas über Thalmässing erfahren und dieses Wissen zu Hause weitertragen könnten, erklärt Hiltner.

Am Abend sollen sich dann alle wieder um das Lagerfeuer versammeln, für die Jugendlichen ist auch eine kleine Showeinlage geplant.

Am Sonntag steht das "Spiel ohne Grenzen" auf dem Plan: In vier Feuerwehrspielen müssen sich die 55 Jugendwehren behaupten - was genau die Herausforderung sein wird, verrät Hiltner natürlich noch nicht. Aus der Wertung der Rallye am Samstag und den Ergebnissen der Spiele am Sonntag wird dann der Sieger ermittelt, der den begehrten Wanderpokal mit nach Hause nehmen darf. Doch auch die anderen gehen nicht leer aus: Für die Plätze zwei bis neun haben die Organisatoren ebenfalls Pokale organisiert, alle Teilnehmer bekommen außerdem ein kleines Geschenk mit nach Hause.

Eine so große Veranstaltung kann Hiltner natürlich nicht alleine organisieren. Die Jugendfeuerwehr Thalmässing als Veranstalter hat schon das vergangene halbe Jahr den Kreisjugendfeuerwehrtag vorbereitet. "Man muss allein bedenken, wie viel Essen wir für 450 Menschen brauchen. Und die Jugendfeuerwehr musste den Zeltplatz mit seinen 6000 Quadratmetern Grund präparieren." Federführend seien dabei vor allem Florian Schneider, der Jugendwart der Thalmässinger Feuerwehr, und Sebastian Schneider, der Kommandant in Thalmässing, gewesen.

Aber auch Hiltner wird das ganze Wochenende vor Ort sein und mit den Jugendlichen zelten. "Da bräuchte ich am Montag eigentlich Urlaub", sagt er und lacht.

Wichtig ist den Veranstaltern, das Zeltlager alkohol- und rauchfrei zu halten. "Wir sind ja auch dem Jugendschutz verpflichtet", erklärt Hiltner. In diesem Jahr werden auch einige Mitglieder der Kinderfeuerwehr beim Camp hineinschnuppern, die sind jünger als zwölf. Und unter den Jugendfeuerwehren sind übrigens etwa 30 Prozent Mädchen, das sind laut Hiltner mehr als in der aktiven Wehr, wo nur ungefähr 9 Prozent Frauen seien.

Trotz der vielen Arbeit freut sich Hiltner schon auf den Kreisjugendfeuerwehrtag: "Jedes Jahr entstehen so nette Kontakte zwischen den jungen Leuten und ich sehe, wie sich die Jungs und Mädchen schon das ganze Jahr auf das Zeltlager freuen." Und das sei die Anstrengung wert.