Thalmässing: Dichtes Gedränge auf dem Michaelimarkt
Kohl, Zwiebeln, Zucchini: Viele Besucher interessieren sich auf dem Michaelimarkt für einen Schäler, mit dem die Küchenarbeit schneller gehen soll. - Foto: Steimle
Thalmässing

Herbstliche Dekorationen für Haus und Garten, Süßigkeiten, Kleidung: Vieles haben die Fieranten für die Besucher aufgebaut. Andere Produkte - wie etwa der Makrelenstand am Markteingang oder Radios, die Nachrichten und Musik spielten - machen die Sinne auf andere Art auf sich aufmerksam. Interessant finden viele an verschiedenen Ständen auch die Küchenschäler, die laut Anpreisung praktisch alles können, jedenfalls schneiden sie alles "hauchdünn, hauchfein".

Doch der Blick geht immer wieder auch besorgt nach oben, obwohl die Sonne warm vom Himmel herabstrahlt und viele ihre Jacken ausziehen und über den Arm hängen: Dunkle Wolken sind in Richtung Greding auszumachen. "In Großhöbing hat es gerade geregnet", erklärt ein Kunde an einem Stand für Haushaltswaren und auch Händlerin Karin Frötscher aus Schwabach wirft einen Blick auf ihr Handy. "60 Prozent Regenwahrscheinlichkeit", sagt sie, ihren Stand hat sie gegen stärkeren Wind schon gleich abgesichert. Von der Fahne über Schlüsselanhänger bis zur Fliegenklatsche ist bei Frötscher alles in rot-weiß gehalten. Mit ihren fränkischen Produkten ist sie das zweite Mal in Thalmässing und an diesem Nachmittag recht zufrieden mit dem Geschäft. "Der Michaelimarkt ist sehr gut besucht und jetzt am Nachmittag wird es noch voller", sagt sie. Allerdings merke man hier im südlichen Landkreis, dass man in einer Grenzregion sei. "Manche sind eher bayerisch angehaucht."

Auch rund um den Markt ist viel geboten, das verraten schon die bunt geschminkten Gesichter vieler Kinder, die sich im Bunker neben der katholischen Kirche Schmetterlinge oder Drachen auf die Haut zaubern lassen. Währenddessen können sich die Eltern in aller Ruhe auf dem Herbstbasar der Mühlbach-Krippe umsehen.

Am Eingang seines Firmenarchivs sitzt Karl-Heinz Denzler, um da zu sein, wenn einer der Besucher Fragen zu den dicht an dicht geparkten Autos, Motorrädern oder Fahrrädern hat. Er kann nicht nur erklären, woher und aus welchem Jahr das Exponat stammt, sondern auch zu den Restaurierungsarbeiten Auskunft geben. Die Arbeitsweise wird auch am Stand von "gestaltsam" erklärt. Das Thalmässinger Grafikbüro fertigt Springerle mit detaillierten Bildern an und verkauft Stempel mit freundlichen Botschaften. Außerdem kann man einen besonderen Gruß verschicken: Eine Karte mit der Ansicht von Thalmässing. Wem nun nach den ganzen Eindrücken der Magen knurrt, der hat an den zahlreichen Essensständen freie Auswahl. Und auch für Nachtisch ist gesorgt: Der Kindergarten Eysölden bietet beispielsweise Kuchen an.