Schließlich wissen sie es meist selbst noch nicht. So geschehen jetzt wieder in der Bürgerversammlung in Schutzendorf, dem Gredinger Gemeindeteil, der im kommenden Jahr an die zentrale Kläranlage in der Kernstadt angeschlossen werden soll. Bürgermeister Manfred Preischl konnte lediglich auf die städtische Satzung verweisen, in der detailliert aufgeführt ist, inwieweit Grundstücksgröße und Geschossfläche für die Berechnung des Verbesserungsbeitrags eine Rolle spielen. Derzeit liefen die Ausschreibungen für die Arbeiten, so Preischl, Zahlen sind also nicht bekannt. Die Vergabe erfolge wohl im Januar oder Februar. Die erste von wahrscheinlich drei Beitragsraten kommt dem Stadtchef zufolge erst dann auf die Bürger zu, wenn der Anschluss erfolgt ist - "Ende 2018 oder Anfang 2019".

Gebaut werden soll von der Verbindung zwischen Esselberg und Kraftsbuch, auf die der Schutzendorfer Kanal trifft, rückwärts. Am Ende gelangten die Bauarbeiter dann auf die heutige Schutzendorfer Kläranlage, die zu einem Retentionsfilter umgebaut werde, so Preischl. Gleichzeitig werde ein Leerrohr für Glasfaser verlegt, in Zukunft könne dann eventuell jedes Haus ans Datennetz angeschlossen werden. Der Bürgermeister bat auch um Hilfe von den Dorfbewohnern: Um Kosten zu sparen, wolle man den Erdaushub möglichst nahe am Ort zwischenlagern. Wer eine geeignete Fläche zur Verfügung stellen könne, solle sich im Bauamt melden.

Nachfragen aus dem Publikum kamen über die geplante Photovoltaikanlage auf freier Fläche nahe dem Ort. Weshalb Preischl das Vorhaben noch einmal erläuterte. Zwei Flächen würden entstehen, sagte er. Eine Besonderheit sei, dass die Betreiber keine Leitung bis zum Umspannwerk bei Großhöbing bauen wollten. "Sie speisen in Günzenhofen ein."